Maskenpflicht ab 27.04.2020

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Eine Frau mit Nase-Mund-Schutzmaske geht an einem Geschäft vorbei, an dem ein Schild mit der Aufschrift „Nur ein Kunde“ angebracht ist. In ganz Deutschland beginnt am Montag die Zeit der Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr.

Maskenpflicht und mehr Schüler: Das ändert sich am Montag

Viele Schüler kehren am heutigen Montag in die Schulen zurück. Doch wie es genau weitergeht, ist noch immer unklar. Was jedoch feststeht: Ab heute gilt beim Einkaufen und im Personennahverkehr die Maskenpflicht.

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In der Coronavirus-Krise geht es in Deutschland mit den Lockerungen weiter: Bereits vergangene Woche kehrten Tausende Jugendliche in vielen Bundesländern für Prüfungen oder Prüfungsvorbereitungen an die Schulen zurück – jetzt kommt der nächste Schwung. Das weitere Vorgehen aber ist noch offen, soll nun aber auch festgezurrt werden. Gleichzeitig sind Millionen Deutsche in der ganzen Bundesrepublik ab heute vielerorts zum Tragen von Schutzmasken verpflichtet.

So geht es ab heute mit den Schulen weiter

In der vergangenen Woche sind in rund der Hälfte der Länder die ersten Schüler in die Schulen zurückgekehrt, allerdings nur Abschlussklassen für Prüfungen oder Prüfungsvorbereitungen. Dem schließen sich ab diesem Montag weitere Abiturienten, Berufsschüler und Schüler an, die vor dem mittleren Schulabschluss stehen – in so gut wie allen anderen Bundesländern.

Die Kultusmisterkonferenz schaltet sich am Nachmittag zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Etwa ab dem 4. Mai geht es in den meisten Ländern auch für die ältesten Grundschüler wieder los und für Schüler, die im nächsten Schuljahr ihren Abschluss machen.

Lesen Sie auch: Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in unserem Live-BlogDie Kultusminister stimmen sich nun abschließend über ein gemeinsames Konzept ab. Nach dpa-Informationen wollen sie sich am „Hygieneplan Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“ orientieren. Spannend ist, ob die Minister einen Plan vorlegen, wie es für diejenigen Klassenstufen weitergeht, für die es bisher noch keine Rückkehrperspektive an die Schulen gibt.

In den Schulen gelten dann besondere Hygienepläne. Darin enthalten sind etwa geteilte Klassen, gestaffelte Pausen, zeitversetzter Unterricht, größere Abstände zwischen den Tischen oder verschärfte Putzvorgaben. Das Tragen von Masken oder eines einfachen Mund-Nase-Schutzes wird auf den Fluren und in den Pausen empfohlen, ist aber im Unterricht nicht Pflicht.

Maskenpflicht beim Einkaufen und im Personennahverkehr

An vielen anderen Orten des öffentlichen Lebens wird das Maskentragen ab dieser Woche in ganz Deutschland zur Pflicht. In einigen Ländern gilt sie auch schon, Vorreiter war Sachsen. Die meisten ziehen am Montag nach, als letztes Land folgt am Mittwoch Schleswig-Holstein.

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Diese Fehler sollten Sie beim Tragen von selbstgenähten Masken vermeiden

von Nina Bürger

In den allermeisten Ländern gilt dann: Im öffentlichen Personennahverkehr sowie beim Einkaufen müssen die Bürger einen Mund-Nase-Schutz tragen. In Nordrhein-Westfalen etwa kommen Wochenmärkte, Haltestellen, Bahnhöfe, Taxis, Arztpraxen, Post, Bank und Tankstellen hinzu – in Berlin hingegen gilt die Pflicht nur in Bussen und Bahnen.

Akzeptiert werden auch Schals oder Tücher. Meist gilt die Pflicht ab einem Alter von sechs Jahren, und nicht für kranke Menschen oder oft auch nicht für Kassiererinnen.

Hier drohen Bußgelder

Die meisten Länder gehen die Sache zurückhaltend an. Sie würden aber gegebenenfalls mit Bußgeldern nachlegen. Aus der Hauptstadt sowie aus Sachsen-Anhalt etwa heißt es, Strafen drohten keine, die Einhaltung der Maskenpflicht werde nicht kontrolliert. NRW überlässt die Höhe der Strafe den Ordnungsämtern der Kommunen.

Bayern hingegen ist streng – bei fehlendem Mund-Nase-Schutz in Bussen, Bahnen und Geschäften werden 150 Euro fällig. Für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal Maske trägt, sind sogar 5.000 Euro Bußgeld vorgesehen.

Notbetreuung in den Kindergärten

Mancherorts wird auch die Notbetreuung ausgeweitet. In Baden-Württemberg zum Beispiel sollen ab 27. April grundsätzlich Kinder Anspruch auf Notbetreuung haben, „bei denen beide Erziehungsberechtigte beziehungsweise die oder der Alleinerziehende einen außerhalb der Wohnung präsenzpflichtigen Arbeitsplatz wahrnehmen und von ihrem Arbeitgeber als unabkömmlich gelten“, heißt es aus dem Kultusministerium.

Künftig sollen zudem auch Kinder bis zur siebten Klasse betreut werden. Bislang gilt die Notbetreuung für Kinder bis zur sechsten Klasse, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur arbeiten. In Mecklenburg-Vorpommern wird die Notbetreuung in Krippen, Kitas, Horten und bei Pflegeeltern auf weitere Berufsgruppen ausgedehnt.

Sicherheitsabstand bei Gottesdiensten

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) haben Empfehlungen für die Gemeinden in Sachen Gottesdiensten veröffentlicht. Am Montag will das Corona-Kabinett darüber beraten. Bei den Gottesdiensten soll die Teilnehmerzahl begrenzt werden, und die Gläubigen müssen einen Sicherheitsabstand einhalten.

Einige Bundesländer haben bereits angekündigt, ab Anfang Mai wieder Gottesdienste zu erlauben. Auch beim Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am Donnerstag soll noch einmal über das Thema gesprochen werden. (dpa/dh)

Tipps für den Umgang mit Masken zum Schutz vor dem Coronavirus

Ab Montag, den 27. April, gilt die deutschlandweite Maskenpflicht. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Tragen von Masken zum Schutz vor dem Coronavirus.

Aus virologischer Sicht keine Grundlage zur Lockerung

Man kann den BH wohl lockern, aber nicht Corona Richtlienen.

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Expertin: Aus virologischer Sicht keine Grundlage für Lockerungen

Mit den Lockerungen habe die Regierung ein falsches Signal gesendet, sagte die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig dem „Spiegel“: „Jetzt sehen die Menschen, dass einige Maßnahmen gelockert werden, und das vermittelt ihnen den Eindruck, dass der Lockdown jetzt nach und nach aufgehoben wird und sie schon bald zum Alltag zurückkehren können.“

Dabei gebe es aus virologischer Sicht keine Grundlage für Lockerungen. „Ein intelligentes Anpassen ja, aber in Summe können wir uns kein Wiederaufflammen der Infektionszahlen leisten.“

Für den Sozialpsychologen Andreas Glöckner von der Universität Köln sind Ermüdungserscheinungen nach wochenlanger Quarantäne ein Stück weit normal: „So eine Belastung ist für eine lange Zeit schwer auszuhalten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Menschen sehnten sich nach „einem Punkt am Horizont, ab dem sich etwas ändert“.

Insofern sei die Entscheidung der Politik richtig, den Lockdown nicht zum Dauerzustand zu machen. Denn ohne gute Erklärungen könne so eine Maßnahme zu Aggression und Frust führen.

Empirische Daten – verfügbar bisher aus der Zeit vor dem Beschluss der Lockerungen – zeigten, dass die Akzeptanz der Maßnahmen und das Vertrauen in die Wissenschaft relativ hoch seien, betont Glöckner. „Wir sehen bisher nicht, dass die Risikowahrnehmung zu lax wäre.“ Das hänge auch damit zusammen, dass die Menschen sehr gut informiert seien.

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Corona-Masen-Mundschutz

Bild zu Masken DIY
Paul und Laura tragen selbstgemachte bunte Mundschutzmasken in Berlin Kreuzberg.

Falscher Stoff und fehlender Sitz: Fehler bei DIY-Masken vermeiden

In allen Bundesländern kommt die Maskenpflicht. Da ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz zurzeit vielfach vergriffen ist, verwenden viele ein selbstgenähtes Do-it-yourself (DIY)-Produkt. Allerdings kann bei der Herstellung sowie beim Tragen solcher Community-Masken aus Stoff einiges falsch gemacht werden. Diese sieben Fehler sollten Sie vermeiden.

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Wer mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert ist, gibt mit seinem Atem und seiner Spucke feinste hochinfektiöse Tröpfchen ab. Diese schweben dann in der Luft und können andere anstecken. Ein Mundschutz kann dies verhindern.

Damit er etwas bewirken kann, ist jedoch die richtige Herstellung und Anwendung entscheidend. Wichtig zu wissen ist zudem, dass der Träger selbst durch seinen Gesichtsschutz vor einer Ansteckung durch andere nicht ausreichend geschützt ist.

Fehler eins: DIY-Maske aus zu dünnem Stoff

Wer einen Mundschutz nach einer Anleitung aus dem Internet näht, sollte darauf achten, dass der verarbeitete Stoff dicht genug ist. Sonst können infektiöse Tröpfchen durch die Maske dringen. Zudem wird empfohlen, mehrere Lagen einzunähen.

Fehler zwei: Mund-Nasen-Schutz sitzt nicht richtig

Damit die Gesichtsmaske andere schützen kann, muss sie dicht am Gesicht anliegen. Dabei sollte sie Mund, Nase und Wangen möglichst gut bedecken. Zudem sollte sie sich an den Rändern anschmiegen, sodass von den Seiten keine Luft eindringt.

Medizinische Produkte enthalten an der Nase einen Klemmbügel um, einen guten Sitz zu gewährleisten.

Fehler drei: Kontaminierter Gesichtsschutz

Beim Anlegen der Gesichtsmaske ist es wichtig, dies mit sauberen, gewaschenen oder desinfizierten Händen zu tun. Zudem sollte das Berühren der Innenseite vermieden werden.

Am besten fassen Sie den Mundschutz nur an den Bändern rechts und links an. Sonst kann der Träger sich und andere über eine Schmierinfektion mit dem Coronavirus anstecken.

Fehler vier: Durchfeuchteten Mundschutz nicht wechseln

Ist der Mundschutz von Spucke durchfeuchtet, sollte er umgehend durch einen frischen ausgetauscht werden. Sonst ist der Stoff nicht mehr dicht und die Schutzwirkung dahin.

Die getragene, ausgewechselte Maske sollte möglichst in einem luftdichten Plastikbeutel aufbewahrt und unmittelbar zu Hause gewaschen werden, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt.

Von einer längeren Aufbewahrung wird abgeraten, da sich dann Schimmel bilden kann.

Fehler fünf: DIY-Maske mehrfach tragen

Natürlich ist die selbstgenähte Maske zur Wiederverwendung gedacht. Aber: Sie muss nach jedem Tragen gewaschen oder entsprechend desinfiziert werden. Den gleichen Mundschutz für den Einkauf stets in der Jackentasche zu lassen, ist folglich keine gute Idee.

An ihm können die ansteckenden Coronaviren bis zu drei Tage haften. Entsprechen sinnvoll ist es, gleich mehrere Masken anzuschaffen um im Wechsel stets eine frische zur Hand zu haben.

Fehler sechs: Benutzten Mundschutz großflächig anfassen

Der getragene Mundschutz kann von innen wie außen mit Sars-CoV-2 kontaminiert sein. Wichtig ist es deshalb, beim Ausziehen bis zum Desinfizieren die Maske weder von innen noch von außen zu berühren.

Am besten fassen Sie sie auch jetzt nur an den Bändern rechts und links an oder verwenden Handschuhe.

Fehler sieben: Community-Maske falsch desinfizieren

Nach dem einmaligen Tragen ist es wichtig, den Mundschutz von Krankheitserregern zu befreien. Dabei sind Desinfektionsmittel jedoch fehl am Platz. Sie können nach Angaben des Robert-Koch-Institutes die Funktionalität des Mund-Nasen-Schutzes beeinträchtigen.

Wirksam hingegen ist das Waschen bei idealerweise 95, mindestens aber 60 Grad Celsius mit einem herkömmlichen Vollwaschmittel, rät das BfArM.

Doch auch eine Desinfektion im Backofen ist möglich, wie Christian Drosten, Virologe an der Charité in Berlin, im NDR-Podcast „Das Corona-Update“ erläutert. Dazu sollte die DIY-Maske mindestens 30 Minuten bei 70 Grad im vorgeheizten Backofen erwärmt werden.

Vorsicht hingegen ist bei der Desinfektion in der Mikrowelle geboten. Masken mit Nasenclip enthalten Metall, welches nicht mikrowellengeeignet ist. Auch kann nicht jeder Stoff entsprechend erhitzt werden, im schlimmsten Fall kann er dort Feuer fangen.

Auch beim Bügeln stirbt das Coronavirus ab, erklärt Drosten auf Twitter. Das Bügeleisen wird dafür entsprechend erhitzt und auf die Behelfsmaske gestellt. Wichtig ist es, auch die Ränder und Nähte ausreichend zu bearbeiten.

Community-Masken können, wenn viele sie im öffentlichen Raum tragen, vor einer Tröpfchen-Infektion mit Sars-CoV-2 in einem gewissen Maß schützen. Sehr wichtig ist es allerdings, trotz Gesichtsschutz auch die anderen Hygienemaßnahmen weiterhin zu befolgen.

Dazu zählt regelmäßiges Händewaschen von mindestens 30 Sekunden mit Seife. Handschuhe können die Schutzmaßnahmen ergänzen, wenn auf die richtige Anwendung geachtet wird. So nutzt die Handbedeckung wenig, wenn man sich damit ins Gesicht fasst.

Ergänzend kann zudem eine Brille wirksam sein, wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen informiert. Sie verhindert, dass man sich die Augen reibt oder hinein fasst. Doch vor allem bleibt das Abstandhalten von mindestens 1,5 Metern wichtig – Maske hin oder her.

Verwendete Quellen:

  • Verbraucherzentrale.de: Corona. Welchen Schutz gibt es für Mund, Nase und Augen?
  • Stiftung Warentest: Corona. Ausbreitung. Gesundheit, Schutzmaßnahmen. Was Sie jetzt wissen sollten
  • Robert-Koch-Institut: Mögliche Maßnahmen zum Ressourcen-schonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken in Einrichtungen des Gesundheitswesens bei Lieferengpässen im Zusammenhang mit der neuartigen Coronavirus-Erkrankung COVID-19
  • NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ mit Prof. Dr. Christian Drosten. Folge 19 (23.03.2020)
  • Twitter-Profil von Christian Drosten

Arktischer Ozean in 30 Jahren Eisfrei

Arktischer Ozean in 30 Jahren eisfrei

Der Trend in der Arktis ist klar: Die Temperaturen steigen dort weit schneller als im globalen Durchschnitt, Ausdehnung des Meereises im Sommer und die durchschnittliche Dicke sinken deutlich. Wie dramatisch sich das Nordpolargebiet in den kommenden Jahren im Sommer tatsächlich verändern wird, belegt eine aktuelle Übersichtsstudie. Demnach wird der Arktische Ozean mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor dem Jahr 2050 in vielen Sommern eisfrei sein – selbst wenn sich die Menschheit noch zu Klimaschutzmaßnahmen durchringen sollte, die diesen Namen verdienen.

„In 25 Jahren wäre der Normalzustand, dass die Arktis im Sommer ohne Eis ist“, sagt Dirk Notz von der Universität Hamburg dem SPIEGEL. Bestenfalls in einigen Buchten im Norden Grönlands und im kanadischen Inselarchipel könnten sich dann wohl noch ein paar Schollen halten. Doch diese würden es zusammen nicht einmal mehr auf eine Fläche von einer Million

Wohlstand preisgeben.

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Ja, ja Herr Steinmeier, diese Aussage ist wohl nicht ganz richtig, Sie oder auch die, die mehr als Ausreichend besitzen, werden im Verhältnis zum normalen Arbeitnehmer relativ (wie Einstein sagte) wenig einbüßen.

Der Normale Bürger wird hingegen sehr, sehr viel verlieren. vielleicht ist es ja so gewollt?

Bild zu Coronavirus - Videobotschaft des Bundespräsidenten
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht im Schloss Bellevue bei der Aufzeichnung einer Videobotschaft.

Steinmeier: Können uns aus wirtschaftlichem Tal wieder herausarbeiten

In seiner Ansprache prognostiziert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schwere Zeiten für Deutschland. Er betont aber auch optimistisch zu bleiben.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger auf wirtschaftlich schwierige Zeiten angesichts der Corona-Krise vorbereitet, sich aber mit Blick auf einen Aufschwung im Anschluss optimistisch gezeigt. In seiner neuen Videobotschaft rief er zu Solidarität auch in der Wirtschaft auf und warnte zugleich davor, die Risiken der Krise zu unterschätzen.

Steinmeiers Prognose: „Wohlstand preisgeben“

„Die Zeit wird nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wir werden einiges von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand preisgeben“, sagte Steinmeier. „Aber wir sind und wir bleiben eine starke Volkswirtschaft – mit Millionen Menschen, die weiter anpacken oder wieder loslegen wollen. So wie wir das Virus gemeinsam besiegen werden, so werden wir uns mit Fleiß und Klugheit auch aus dem wirtschaftlichen Tal gemeinsam wieder herausarbeiten.“

Nicht alle Menschen und nicht alle Branchen in der Wirtschaft treffe die Krise gleich, sagte der Bundespräsident. „Homeoffice ist vielleicht nicht das, was sich die meisten wünschen – aber es ist ganz gewiss etwas anderes, als mit 60 Prozent seines Gehalts in Kurzarbeit zu gehen oder gar ohne Arbeit dazustehen.“ Und in der Wirtschaft wüssten insbesondere viele Kleinunternehmer, Gastwirte, Hoteliers, Freiberufler und Kulturschaffende oft nicht, wie lange sie noch durchhalten könnten.

Steinmeier lobte, dass es in der Wirtschaft viele Beispiele von Hilfsbereitschaft für diejenigen gebe, die in Schwierigkeiten gerieten. „Ich wünsche mir, dass diejenigen von uns, die glimpflich durch diese Krise kommen, auch weiterhin bereit sind, jene zu unterstützen, die wegen Corona wirtschaftlich in schwerem Fahrwasser sind.“

„Risiken nicht ignorieren und Schwierigkeiten nicht kleinreden“

Steinmeier betonte, die Krise treffe unsere Gesellschaft hart, sie werde noch eine ganze Weile dauern. „Wir dürfen Risiken nicht ignorieren und zu erwartende Schwierigkeiten nicht kleinreden. Jetzt ist nicht die Zeit, um die Lage schönzureden. Aber es ist auch nicht die Zeit für schwärzeste Katastrophenszenarien.“

Deutschland erlebe jetzt, wie „kraftvoll“ der Staat handeln könne, sagte Steinmeier. Er habe ein starkes Netz gespannt, um möglichst viele aufzufangen, denen der wirtschaftliche Absturz drohe. Dies sei eine Solidarität, „die es in der Geschichte der Bundesrepublik in diesem Umfang noch nicht gegeben hat“, sagte der Bundespräsident. „Klar, manchmal hakte es am Anfang noch. Aber mancher in Not geratene Unternehmer konnte in den vergangenen Wochen kaum glauben, wie schnell und unbürokratisch unser Staat Hilfe leisten kann.“ © dpa

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Karikaturen

Nachrichten aus der Politik sind langweilig und dröge? Unsere aktuellen Karikaturen beweisen das Gegenteil – jeden Tag aufs Neue.

Was ist mit Chinas Corona-Whistleblower passiert?

Ein Aktivist hält bei Protesten in Hongkong ein Plakat des vermissten Bürgerjournalisten Fang Bin hoch.

Seit Februar verschwunden: Was ist mit Chinas Corona-Whistleblowern passiert?

Seit Februar fehlt von Chen Qiushi, Fang Bin und Li Zehua jede Spur. Alle drei berichteten aus Wuhan, über volle Kliniken, über Tote, über Probleme. Sicherheitskräfte nahmen sie mit – doch was ist mit ihnen passiert?

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Li Zehua war Teil das Systems, bis er nicht mehr dazugehören wollte. „Ein Auto der Staatssicherheit verfolgt mich, ich bin in Wuhan“, sagte Li. Es ist eines der letzten Lebenszeichen des ehemaligen Fernsehmoderators, festgehalten auf Youtube.

Li hatte Anfang Februar seinen Job beim staatlichen Fernsehsender CCTV gekündigt, um über die Situation im Epizentrum der Coronakrise zu berichten. Der Mitzwanziger veröffentlichte im Internet Videos aus Krematorien, von Laboren und Bestattungsunternehmen innerhalb der Sperrzone. Und seine Handykamera streamte auch live, wie Li von Sicherheitskräften mitgenommen wurde. Das war am 26. Februar.

Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Ebenso bei zwei anderen Männern: Fang Bin verschwand am 9. Februar in der zentralchinesischen Stadt, Chen Qiushi am 6. Februar. Alle waren unabhängige Bürgerreporter, die ihren Mitbürgern und der Welt zeigen wollten, was in Wuhan passierte. Aber selbst zwei Monate später ist noch immer nicht klar, was mit ihnen passiert ist.

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Vorwand für Quarantäne

Die Interessengruppe Chinese Human Rights Defenders (CHRD) listete Ende März fast 900 Fälle auf, bei denen die Polizei Menschen wegen ihrer Aktivitäten im Internet oder ihres Online-Informationsaustauschs über das Coronavirus bestrafte.

Demnach werde Fang „Panikmache“ vorgeworfen, für Li und Chen gibt es keine weiteren Details. Ein Freund Lis sagte dem US-Magazin „Vice“, dass Li an besagtem Tag von nicht identifizierten Offizieren abgeführt worden sei und er danach nichts mehr von ihm gehört habe. Niemand wisse aber, wer genau Li mitgenommen hat und wo er festgehalten wird.

Das Vorgehen ähnelt dem der beiden anderen verschwundenen Männer: Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch unter Verweis auf Familie und Freunde Mitte Februar berichtete, holten Polizisten den Blogger und ehemaligen Textilhändler Fang und den Anwalt Chen „unter dem Vorwand der Quarantäne“ ab – seitdem tauchten sie nicht mehr auf.

Bilder aus überforderten Krankenhäusern

Beide hatten in den überforderten Krankenhäusern Wuhans gefilmt und damit in der Anfangszeit des Ausbruchs aus Sicht der Behörden kritische Informationen verbreitet. So hatte Chen in einem Online-Video gesagt: „Es gibt nicht genug Gesichtsmasken, nicht genug Schutzanzüge, nicht genug Material und was noch wichtiger ist, nicht genug Tests.“

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Die chinesischen Behörden haben sich noch immer nicht zum Verbleib der Männer geäußert. „Ich habe noch nicht von dieser Person gehört“, erklärte etwa der chinesische Botschafter in den USA, Cui Tiankai, in einem Interview mit der US-Nachrichtenseite „Axios“ zum Fall von Chen. Berichte über dessen Verschwinden waren da bereits seit Wochen um die Welt gegangen. „Ich kannte ihn damals nicht und ich kenne ihn heute nicht“, redete sich Tiankai nach mehreren Nachfragen heraus.

Der China-Experte der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Patrick Poon, sorgt sich, dass die Bürgerjournalisten gefoltert oder anderweitig misshandelt werden. „Jeder, der verschwindet, ist einem sehr hohen Folterrisiko ausgesetzt“, bestätigte auch Frances Eve, Vize-Forschungsdirektorin von „CHRD“, der britischen Boulevardzeitung „Daily Mail“. Es werde versucht, Kritiker „zu einem Geständnis zu zwingen, dass ihre Aktivitäten kriminell oder schädlich für die Gesellschaft waren“, schildert Eve.

Beobachter glauben, dass die drei Männer in geheimen Gefangenenlagern festsitzen. Die außergerichtliche Inhaftierung werde laut „Daily Mail“ von Beamten als „Wohnraumüberwachung an einem bestimmten Ort“ bezeichnet.

Zensur geht vor Gesundheit

Die Auswirkungen der chinesischen Nachrichtenkontrolle, „die im Zweifelsfall die Durchsetzung von Zensuranordnungen über den Gesundheitsschutz stellt“, habe in der Coronakrise „die ganze Welt zu spüren bekommen“, erklärte die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen am Dienstag.

China war in den vergangenen Tagen wegen seines Umgangs mit der Coronakrise immer stärker unter Druck geraten. Die Regierung in Peking bestritt jedoch Vorwürfe, das Ausmaß der Epidemie im eigenen Land vertuscht zu haben. Allerdings korrigierten die Behörden wenig später die Zahl der Corona-Toten in Wuhan um 50 Prozent nach oben.

An das Schicksal der „Corona Whistleblower“ erinnerte der ehemalige europäische Liberalen-Chef und derzeitige Brexit-Chefunterhändler des Europaparlaments, Guy Verhofstadt, am Montag.

Europa und die ganze Welt müsse sich fragen, was mit ihnen geschehen ist, appellierte der 67-Jährige auf Twitter. „Sie alle waren Helden. Wir können sie nicht im Stich lassen!“

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Verwendete Quellen:

  • Mit Material von dpa und AFP
  • „Vice“: „A Chinese Citizen Journalist Covering Coronavirus Live-Streamed His Own Arrest“
  • Deutsche Welle: „Als Pfeiler der Demokratie kritisch bleiben“
  • BBC: „Coronavirus: Why have two reporters in Wuhan disappeared?“
  • „Daily Mail“: „China’s disappeared“
  • „Axios“: „Chinese Ambassador Cui Tiankai on Missing Journalist“

Coronavirus-Ausbruch: China weist Labor-Theorie zurück

Experten gehen davon aus, dass das Coronavirus von einem Tiermarkt in Wuhan stammt. Vor allem in den USA kursierte zuletzt eine andere Theorie. Diese wies China nun jedoch zurück.

Corona-Todeszahlen

Intervention des Reanimationsteams bei einem Patienten mit Atemnot in einer französischen Klinik.

Corona-Todeszahlen in Europa: Das ganze Ausmaß der Krise

Von vielen Menschen wird das Coronavirus noch immer verharmlost, trotz Zehntausender Tote in ganz Europa. Ein Vergleich mit den vergangenen Jahren zeigt aber, wie drastisch die Sterbefallzahlen in etlichen Ländern angestiegen sind – darunter auch in Schweden.

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Die Coronavirus-Pandemie hat Europa fest im Griff. Der Kontinent befinde sich „im Auge des Sturms“, erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, vergangene Woche.

Denn trotz massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Ländern ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus europaweit mittlerweile auf mehr als 100.000 gestiegen.

Neue Zahlen zeigen nun, wie stark die Ausschläge in den Sterbefallzahlen im Vergleich zu den vergangenen Jahren tatsächlich sind. Wie viele Menschen mehr als sonst wegen der Corona-Pandemie gestorben sind, unterscheidet sich von Land zu Land. Die Differenzen sind teils erheblich, Deutschland bildet in Westeuropa eine der wenigen Ausnahmen.

Wo es eine sogenannte Übersterblichkeit, also Zunahmen von den durchschnittlichen Sterbefallzahlen, gibt, zeigt unsere Übersicht.

Italien

Die meisten Todesopfer in Europa wurden aus Italien gemeldet. Dort starben bis dato mehr als 24.648 Infizierte, weltweit liegt diese Zahl nur in den USA höher.

Viele italienische Ärzte gehen jedoch davon aus, dass die Statistik zu den Infektions- und Todesfällen unvollständig ist. Offiziell erfasst werden nur die Todesfälle in Krankenhäusern; Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an der vom Virus verursachten Lungenkrankheit COVID-19 sterben, sind in der Statistik nicht aufgeführt.

Italiens Statistikbehörde Istat vermeldete dennoch am 16. April, dass sie im Zeitraum vom 1. März bis 4. April 2020 landesweit einen Anstieg aller Todesfälle um mindestens 20 Prozent gegenüber dem Durchschnittswert des gleichen Zeitraums der vergangenen fünf Jahre verzeichnet habe.

Wie in den anderen untersuchten Ländern auch, umfassen diese Zahlen neben Corona-Toten ebenso Todesfälle aus anderen Gründen. Darunter sind vermutlich auch Verstorbene, die wegen überforderter Ärzte in überfüllten Kliniken nicht (richtig) behandelt werden konnten. Fakt ist jedoch: Gerade in den Corona-Hotspots, wie etwa der norditalienischen Stadt Bergamo, sind die Todesraten im Vergleich zu normalen Zeiten teils extrem in die Höhe geschnellt

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Spanien

In Europa am zweitstärksten betroffen ist Spanien. Zuletzt sanken dort die Zahlen der neuen Corona-Todesfälle teils deutlich: Am Dienstag lag die Zahl bei 399 – zu den Hochzeiten der Infektionswelle in Spanien Anfang April waren an einem Tag 950 Todesfälle registriert worden. Mit den neuen Todesfällen stieg die Zahl der Menschen, die an COVID-19 starben, dennoch auf 21.717.

Überschattet wurde die offenbar positive Entwicklung von einem Streit um die Opferzahlen: Um die Statistiken der verschiedenen Regionen zu vereinheitlichen, erfasst das Gesundheitsministerium nur noch die Todesfälle positiv getesteter Patienten. Mehrere Regionen kritisieren, dass Tausende Todesfälle auf diese Weise nicht in der nationalen Statistik auftauchten.

Die Gesamtzahlen aller Verstorbenen in Spanien gibt daher womöglich ein aussagekräftigeres Bild: Wie die „New York Times“ berechnete, starben in Spanien im Zeitraum vom 9. März bis zum 5. April 66 Prozent mehr Menschen als im langjährigen Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Diese Bild deckt sich mit den Sterblichkeitsschätzungen des European Mortality Monitoring Project (kurz EuroMOMO), einem Zusammenschluss von europaweit 29 Forschungsinstituten, darunter in Deutschland das Robert-Koch-Institut (RKI) und das hessische Zentrum für Gesundheitsschutz.

Die Daten des Netzwerks „zeigen weiterhin einen deutlichen Anstieg der überhöhten Gesamtmortalität in den teilnehmenden europäischen Ländern, der mit der aktuellen globalen COVID-19-Pandemie zusammenfällt“, heißt es auf der Webseite von EuroMOMO. Diese Gesamtübersterblichkeit sei in einigen Ländern, darunter Spanien und Italien, auf eine „sehr starke Übersterblichkeit“ zurückzuführen.

Frankreich

Aus Frankreich sind am Dienstagabend 531 neue Corona-Todesopfer binnen der vergangenen 24 Stunden gemeldet worden. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit COVID-19 gestorbenen Patienten liege nunmehr bei 20.769, teilten die französischen Gesundheitsbehörden in Paris mit.

Der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon, verwies auf den positiven Trend, dass die Zahl der Corona-Infizierten in Krankenhäusern und in intensivmedizinischer Behandlung weiterhin langsam sinke.

Wie in den anderen beiden südeuropäischen Ländern gibt es aber auch in Frankreich eine Übersterblichkeit, wie die Grafiken von EuroMOMO zeigen. Und laut „New York Times“ starben im Zeitraum vom 9. März bis zum 5. April 21 Prozent mehr Menschen als in den vergangenen beiden Jahren. „In Paris sind jeden Tag mehr als doppelt so viele Menschen gestorben wie sonst üblich, weit mehr als zum Höhepunkt einer Grippesaison“, heißt es in der US-Tageszeitung.

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Deutschland

In Deutschland sind zwar fast so viele Menschen wie im Nachbarland Frankreich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Doch mit 5.086 beträgt die Zahl der Todesfälle nur etwa ein Viertel. Wie viele Menschen mehr als sonst wegen der Corona-Pandemie sterben, lässt sich für Deutschland bislang aber nur schwer beziffern.

Das zeigen Anfragen der Deutschen Presse-Agentur in den Bundesländern: Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die besonders hohe Infiziertenzahlen melden, liegen nach eigenen Angaben bislang keine aktuellen Daten dazu vor. Auch das Statistische Bundesamt hat bislang keine aktuellen Zahlen veröffentlicht. Zumindest bis Mitte März gebe es keine erhöhten Sterbefallzahlen.

Anders als bei vielen anderen EU-Staaten zeigen auch die EuroMOMO-Daten für die Bundesrepublik bisher keinen auffälligen Aufschlag – was auch an den vergleichsweise wenigen Corona-Toten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung liegen kann.

RKI-Präsident Lothar Wieler hält zudem die Todesfallzahlen in Deutschland für unterschätzt. Nicht jeder Gestorbene sei zuvor getestet worden, sagte er. „Ich gehe davon aus, dass wir mehr Tote haben als offiziell gezählt werden.“ So würden in Niedersachsen zu Hause oder in Heimen verstorbene Menschen beziehungsweise Risikopatienten nicht nachträglich auf COVID-19 getestet, teilte etwa das Landesgesundheitsamt in Hannover mit.

Großbritannien

Großbritannien ist eines der am schwersten vom Virus betroffenen Länder Europas. Bis Dienstag sind dort 17.337 Menschen an COVID-19 gestorben.

In England und Wales waren Anfang April so viele Todesfälle innerhalb einer Woche registriert worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das geht aus Zahlen der britischen Statistikbehörde ONS hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Demnach wurden in der Woche bis zum 10. April 18.516 Sterbefälle verzeichnet. Das sind knapp 8000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt des Vergleichszeitraums der vergangenen fünf Jahre. Etwa 6200 der Verstorbenen waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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Erhebungen der „New York Times“ zufolge starben vom 7. März bis 10. April 33 Prozent mehr Menschen in den beiden britischen Landesteilen als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2019.

Auch in Großbritannien gibt es Kritik an den Statistiken der Regierung, die nur Todesfälle in Krankenhäusern erfasst. Wer zu Hause oder im Heim an COVID-19 stirbt, wird nicht registriert. Am Samstag veröffentlichte Schätzungen des britischen Branchenverbands der Pflegeheime zufolge könnten allein in diesen Einrichtungen zwischen 4000 und 7500 Menschen durch eine Corona-Infektion gestorben sein.

Schweden

Der schwedische Sonderweg in der Bekämpfung des Coronavirus – so sind beispielsweise noch Veranstaltungen mit bis zu 50 Besuchern erlaubt – hat einen hohen Preis: 1.765 Menschen starben der schwedischen Gesundheitsbehörde zufolge bislang infolge einer Infektion mit SARS-CoV-2. Das ist um ein Vielfaches mehr als in den anderen skandinavischen Ländern. Erst in den vergangenen Tagen waren die gemeldeten Toten in die Höhe geschnellt.

Auch generell ist in Schweden eine Übersterblichkeit zu beobachten. Das EuroMOMO-Projekt zeigt eine Erhöhung, die „New York Times“ beziffert den Anstieg im Zeitraum vom 9. März bis 12. April auf 12 Prozent zum Vergleichszeitraum 2015 bis 2019.

Belgien

Weltweit muss kein anderes Land so viele Corona-Tote im Verhältnis zur Einwohnerzahl beklagen wie Belgien. Bisher starben dort offiziellen Angaben zufolge 6.262 Menschen an COVID-19. In dem Land gab es vom 9. März bis zum 5. April im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren 25 Prozent mehr Tote, wie die „New York Times“ ermittelte.

Nach eigenen Angaben ist die belgische Regierung auf „maximale Transparenz“ aus: In den 1500 Altersheimen des Landes wird jeder Todesfall gezählt, bei denen ein Zusammenhang mit dem Coronavirus vermutet wird, ohne dass dies unbedingt durch einen Test nachgewiesen wurde.

Niederlande

Die Zahlen bei COVID-19-Erkrankten und Corona-Infektionen seien zwar hoffnungsvoll, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend. Der Druck auf das Gesundheitssystem bleibe aber „gigantisch groß“. Im Nachbarland starben bisher 3.916 infizierte Menschen.

Auch die Übersterblichkeit ist laut „New York Times“ erheblich: plus 33 Prozent im Zeitraum vom 9. März bis 5. April im Vergleich zum langjährigen wöchentlichen Mittel aus den Jahren 1995 bis 2019.

Mit Material von afp und dpa

USA haben jetzt mehr COVID-19-Tote als Italien

Die USA haben laut aktueller Zahlen der John-Hopkins-Universität in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen. © ProSiebenSat.1

Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen

Das Mainzer Unternehmen Biontech darf seinen Wirkstoff an Freiwilligen testen. Indes stellt sich US-Virologe Anthony Fauci Kinderfragen und nimmt den Kleinen die Angst vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Alle News zum Coronavirus im Live-Ticker.

Live-Ticker zum Coronavirus hier aktualisieren

  • 11:11 Uhr: Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen
  • 10:13 Uhr: US-Virologe Fauci beruhigt Mädchen: Zahnfee steckt sich nicht mit Coronavirus an
  • 7:32 Uhr: Missouri verklagt China wegen der Corona-Ausbreitung

Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen

11:11 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus erteilt. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, wie das PEI am Mittwoch mitteilte. Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben.

Coronavirus unter dem Mikroskop.

„Die Erprobung von Impfstoffkandidaten am Menschen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen COVID-19 für die Bevölkerung in Deutschland und darüber hinaus“, teilte das PEI mit. Die Genehmigung sei das Ergebnis einer sorgfältigen Bewertung des potenziellen Nutzen-Risiko-Profils des Impfstoffkandidaten.

Biontech kooperiert bei der Entwicklung des Impfstoffs mit dem Pharmaunternehmen Pfizer.

In der klinischen Studie der Phase I/II soll unter anderem grundlegend die Verträglichkeit und Sicherheit des Impfstoff-Kandidaten geprüft werden. Der von Biontech entwickelte Wirkstoff gehört in die Gruppe der genbasierten Impfstoffe. Diese enthalten genetische Informationen des Erregers. Im Körper werden daraus Proteine hergestellt, gegen die das Immunsystem Abwehrstoffe bildet. Biontech arbeitet bisher vorrangig an der Entwicklung von Immuntherapien gegen Krebs.

Seit Ausbruch der COVID-19-Epidemie sind nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller mindestens 80 Impfstoffprojekte angelaufen, vier Wirkstoffe werden demnach bereits in klinischen Studien in China und den USA getestet.

Missouri verklagt China

Demonstranten während eines Drive-by-Protests in Clayton, Missouri, am Dienstag. Sie demonstrierten gegen die Schließung von Geschäften in Missouri wegen der Coronavirus-Pandemie.

US-Bundesstaat Missouri verklagt China wegen der Corona-Ausbreitung

Der US-Bundesstaat Missouri wirft Peking vor, für die Todesfälle sowie die wirtschaftlichen Einbußen in den USA verantwortlich zu sein. Mehrere republikanische Senatoren fordern nun von US-Präsident Trump, juristische Schritte gegen das Reich der Mitte anzustreben.

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Der US-Bundesstaat Missouri hat China wegen der Coronavirus-Pandemie verklagt. Die bei einem US-Gericht eingereichte Klage wirft unter anderen der Regierung und der Kommunistischen Partei in Peking vor, für die Todesfälle sowie die wirtschaftlichen Einbußen durch das Virus auch in dem US-Bundesstaat verantwortlich zu sein. Medienberichten zufolge hat die Klage allerdings wenig Aussichten auf Erfolg, da China als souveräner Staat geschützt sei.

Missouri fordert von China Entschädigung

COVID-19 hat Ländern auf der ganzen Welt irreparablen Schaden zugefügt und Krankheit, Tod, wirtschaftliche Beeinträchtigungen und menschliches Leid verursacht“, schrieb Missouris republikanischer Justizminister Eric Schmitt am Dienstag (Ortszeit). Mit der Klage solle von China eine Entschädigung erreicht werden.

Die chinesische Regierung habe die Welt bezüglich der Gefahren des Coronavirus belogen, Whistleblower zum Schweigen gebracht und wenig getan, um die Ausbreitung zu verhindern, schrieb Schmitt weiter. China sei somit verantwortlich, „eine globale Pandemie verursacht zu haben, die unnötig und vermeidbar war“. In Missouri im Mittleren Westen der USA sind bislang mehr als 6000 Corona-Infektionen und rund 220 Tote durch die Lungenkrankheit COVID-19 gemeldet worden.

Experte sehen Klage skeptisch – Republikaner fordern Trump zum Handeln auf

Die Rechtsprofessorin Lea Brilmayer sagte dem Sender NPR, die meisten Richter in den USA kämen vermutlich zu dem Schluss, dass sie keine Zuständigkeit hätten für einen juristischen Streit zwischen einem US-Bundesstaat und einer souveränen Nation. Eine Gruppe von 22 republikanischen Abgeordneten hat Präsident Donald Trump aber inzwischen aufgefordert, wegen der Pandemie gegen China vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu ziehen.

Trump selbst hat China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht. Er hatte auch einen vorübergehenden Stopp der US-Beitragszahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst. Der Präsident macht die Organisation für die vielen Toten mitverantwortlich und wirft ihr vor, die Pandemie mit Missmanagement und Vertrauen auf Angaben aus China verschlimmert zu haben. Kritiker werfen Trump dagegen vor, vor der Präsidentenwahl im November von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen. (mgb/dpa)

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Die verrücktesten Mundschutz-Ideen in Zeiten der Coronakrise

Der Respekt vor dem Coronavirus ist überall auf der Erde spürbar. Zahlreiche Menschen trauen sich nur noch mit Mundschutz auf die Straßen. Da die Masken allerdings rar sind, sind einige einfallsreiche Kreationen entstanden.

So helfen Masken wirklich

Bild zu Maskenträger in Bus und Bahn
Beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollten Sie einige Verhaltensregeln unbedingt beachten.

Nur so helfen Masken wirklich: Was beim Tragen unbedingt zu beachten ist

Masken erobern Deutschland – und werden nun auch in Bayern Pflicht. Sie nützen allerdings nur etwas, wenn man beim Tragen einige Regeln beachtet. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

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Nun also doch: Nach einigem Hin und Her soll auch in Bayern in Kürze eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen gelten. Was das konkret bedeutet und was beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes unbedingt zu beachten ist.

Welche Art von Schutz ist mit „Maskenpflicht“ gemeint?

Die Pflicht bedeutet ausdrücklich nicht, dass sich jeder medizinische Schutzmasken zulegen soll. Es ist zwar von „Maskenpflicht“ die Rede, Bayerns Ministerpräsident Söder konkretisierte aber am Montag: Es seien Mund-Nasen-SchutzAlltagsmasken oder auch Schals Pflicht.

Der Unterschied zwischen einer medizinischen Atemschutzmaske und einem Mund-Nase-Schutz ist, dass letzterer auch selbst hergestellt sein kann und vor allem den Schutz anderer Personen bewirkt.

Wo herrscht in Deutschland Maskenpflicht?

  • Bayern ist das dritte Bundesland mit einer Maskenpflicht. Sie gilt ab kommender Woche in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr.
  • In Sachsen muss ab sofort beim Einkauf und im Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz oder Schal getragen werden.
  • In Mecklenburg-Vorpommern gilt dies vom 27. April an im Nahverkehr. Zudem gibt es eine solche Pflicht in einzelnen Städten.
  • In Thüringen soll ab Freitag in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht gelten.
  • In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt deutet sich ebenfalls eine Maskenpflicht für Einzelhandel und ÖPNV an, in beiden Ländern berät an diesem Dienstag die Landesregierung darüber.
  • Der Berliner Senat spricht ebenfalls über das Thema – wobei es hier in der Koalition zuvor noch unterschiedliche Positionen gab.

Die Bundesregierung empfiehlt bislang nur „dringend“, Masken zu tragen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: „Umso mehr die vorhanden sein werden, umso mehr wird man vielleicht auch darüber reden, ob es dann noch weitere Schritte der Dringlichkeit gibt.“ Vorerst gelte, wer eine Maske hat, solle die auch tragen.

Live-TickerCoronakrise

38.000 Jobs in Gefahr: Deutschland droht Disco-Massensterben

Was bringt ein einfacher Mund-Nasen-Schutz?

Trägt jemand einen Mund-Nasen-Schutz, verringert er die Infektionsgefahr für andere Menschen, weil das Material vor Mund und Nase bis zu einem gewissen Grad Tröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten auffängt. Vor einer Ansteckung des Trägers mit dem Virus schützen die einfachen Masken aber eher nicht.

Ist eine selbst genähte Maske sinnvoll?

Die Wissenschafts-Akademie Leopoldina rät, selbst hergestellte Masken, Schals und Tücher zumindest im öffentlichen Leben zur Überbrückung zu nutzen. Die Akademie hatte das Tragen von Mund-Nasen-Schutz empfohlen, in Bildungseinrichtungen und – verpflichtend – auch im öffentlichen Personennahverkehr.

Auch das RKI teilte mit, das Tragen einer Maske im öffentlichen Leben könnte dazu beitragen, die Ausbreitung von Covid-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen.

Nach Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sollte der Stoff möglichst eng gewebt sein. Das Einhalten von Hygiene-Standards oder Abstandsregeln ersetzt eine Maske nach Meinung der Experten jedoch keinesfalls.

Wie Sie selbst einen Mund-Nasen-Schutz herstellen, lesen Sie hier.

Mundschutz

Worauf es bei selbst gemachten Mundschutz-Masken ankommt

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Sollte ich mir besser eine medizinische Maske besorgen?

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist erneut darauf hin, dass medizinische Atemschutzmasken dem Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen vorbehalten bleiben müssten. Medizinischem Personal, das direkten Umgang mit Verdachtsfällen und Corona-Patienten hat, bieten simple Masken keinen ausreichenden Schutz. Hier raten Experten zu Masken mit den Schutzstufen FFP-2 oder FFP-3.

Fehlende Schutzausrüstung und besonders fehlende Masken sind aktuell immer noch eines der drängendsten Probleme in vielen Kliniken. Für Deutschland bestehe über alle Varianten von einfachen Alltagsmasken bis zu Spezialmasken für medizinisches Personal ein Bedarf von mehreren Milliarden Stück innerhalb von Monaten, hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kürzlich gesagt.

Was muss ich beim Tragen beachten?

Ob die Masken helfen, hänge mit der Art und Weise zusammen, wie der Schutz getragen werde, betont Bernd Salzberger, Infektiologe am Universitätsklinikum Regensburg. Es gelte Folgendes:

  • Der Stoff muss Mund und Nase vollständig bedecken
  • Die Maske darf dabei keine Öffnungen bilden
  • Beim An- und Ausziehen ist darauf zu achten, dass das Sekret nicht über die Hände verteilt wird
  • Einmal aufgesetzt, sollte der Träger die Maske möglichst nicht berühren

Wie oft kann ich einen selbst genähten Schutz tragen?

Eine selbst hergestellte Maske könne problemlos öfter getragen werden, sagt Salzberger. Sie muss allerdings regelmäßig gewaschen werden.

Wie wasche ich meine Maske?

Selbst genähte Schutzmasken für Mund und Nase sollten regelmäßig gewaschen werden – bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel.

Kosmetik

Nie wieder raue Hände: Die besten Handcremes für trockene Hände

von Simone Paul

Eine Alternative zur Waschmaschine: Statt die Maske alleine in der Trommel drehen zu lassen, rät Philipp Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Alltagsmasken kann man auch ohne Waschmaschine reinigen – etwa mit einem Stab in dem für Hände zu heißen Wasser mit 60 Grad drehen und drücken. Sobald es etwas ausgekühlt ist, richtig mit der Hand kneten und wringen. „Die Hitze und die Tenside der Waschmittel reichen schon, um das Coronavirus zu deaktivieren“, so Heldt. „Die Zugabe von zum Beispiel Alkohol ist nicht nötig.“

Alternativ wird von Virologen geraten, die Masken bei entsprechend hohen Temperaturen zu bügeln.

Darf ich die Maske beim Autofahren tragen?

Wer den Schutz auch hinter dem Steuer des Autos tragen will, muss darauf achten, dass man für andere noch klar erkennbar bleibt. Ansonsten droht ein Bußgeld von 60 Euro. Zudem darf die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt sein. (af mit Material der dpa)

Ja, ich möchte Inhalte von YouTube angezeigt bekommen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

So machen Sie eine Atemschutzmaske selbst

Um das neue Coronavirus einzudämmen, rufen Promis unter dem Hashtag #maskeauf aktuell dazu auf, einen selbst gemachten Atemschutz zu tragen. Doch wie kann man sich eine Maske zu Hause machen? © YouTube

Maskenpflicht wird kommen

www.ichbindafuer.com

Wollt Ihr länger leben. muss die Maskenpflicht kommen.

Corona-Live-Ticker: Von Baden-Württemberg bis Thüringen -Bundesländer kündigen Maskenpflicht an

Nach Sachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern führen weitere Bundesländer eine Maskenpflicht ein. Derweil steigt laut dem RKI die Corona-Reprodutionszahl wieder an – und wegen der Pandemie will US-Präsident Donald Trump die gesamte Einwanderung stoppen. Alle News zum Coronavirus im Live-Ticker.

Live-Ticker zum Coronavirus hier aktualisieren

  • 12:44 Uhr: Handball-Bundesliga abgebrochen
  • 12:17 Uhr: Baden-Württemberg: Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr
  • 12:04 Uhr: Maas: Keine „normale Urlaubssaison“ in diesem Sommer möglich
  • 10:16 Uhr: Reproduktionszahl steigt wieder an – Virologe warnt vor Konsequenzen
  • 09:13 Uhr: Oktoberfest wird abgesagt
  • 06:13 Uhr: Donald Trump will komplette Einwanderung in die USA stoppen

Ausgangsbeschränkung bis 03.Mai 2020 verlängert

Eine Polizeistreife der Landespolizei Baden Württemberg kontrolliert den vorgeschriebenen Mindestabstand.

Entscheidung gefallen: Ausgangsbeschränkungen bis 3. Mai verlängert

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die weiteren Maßnahmen in der Coronakrise bekanntgegeben. Die Kontaktbeschränkungen werden bis grundsätzlich bis zum 3. Mai verlängert. Doch es gibt erste Lockerungen.

Mehr aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie hier

Im Kampf gegen das Coronavirus werden die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen für die Menschen in Deutschland grundsätzlich bis mindestens 3. Mai verlängert. Darauf verständigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch. Zugleich vereinbarten sie vorsichtige Lockerungen der Einschränkungen des täglichen Lebens.

Bares für Rares

„Bares für Rares“: Diese opulente Lampe wurde zum „Ladenhüter“

Elco Van Leijden aus Klagenfurt hatte ein absolutes Unikat mit zu „Bares für Rares“ gebracht. Sein ausgefallenes Art-Déco-Objekt sorgte für große Begeisterung bei Experte Albert Maier und Moderator Horst Lichter – die Händler waren allerdings zurückhaltend …

Corona drückt mittelfristig auf die Stimmung am Bau

Erwartungen an die Geschäftslage rückläufig

Corona drückt mittelfristig auf die Stimmung am Bau

14.04.2020

Gerüst an einer Baustelle

Noch ist die Auslastung am Bau gut. Aber die Betriebe erwarten in den nächsten Monaten einen Rückgang. © EnBauSa.de

Nach der monatlichen Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zur Nachfrage- und Produktionsentwicklung sind die Auswirkungen der Coronakrise auf den Baustellenbetrieb im März deutlich spürbar. Eine stabilisierende Wirkung hatten entsprechende Erlasse des Bundes zur angestrebten Aufrechterhaltung des Baustellenbetriebes. Zudem sollen demnach Planungen fortgesetzt und weitere Bauvorhaben zur Ausschreibung geführt werden.

Erwartungsgemäß gab es deutlich mehr Meldungen zur Behinderung der Bautätigkeit. Der Anstieg ist vorrangig auf Folgewirkungen der Corona-Pandemie, wie krankheitsbedingte Ausfälle bei Arbeitnehmern und Lieferschwierigkeiten von Material, zurückzuführen. Zudem kam es zu Verzögerung des Baubeginns und Unterbrechungen und Baustellenschließungen von Bauherrenseite.

Während die Geschäftslage, vor allen Dingen im Wohnungsbau, im März – vor dem Durschlagen der Pandemie – noch gut beurteilt wurde, geben die Erwartungen für die kommenden drei Monate erkennbar nach.

Die Unternehmen erwarten Auswirkungen auf die Nachfrage in den kommenden Monaten in allen Bausparten. Wegen Umsatzrückgängen in der Industrie und besonders im Dienstleistungsbereich wird mit der Zurückstellung von Investitionen im Wirtschaftsbau gerechnet. Kommunen rechnen vielerorts mit Einbrüchen bei den Gewerbesteuereinnahmen, was ihre Investitionsneigung hemmen wird. Im Wohnungsbau werden Schwierigkeiten bei Projektfinanzierungen befürchtet.

Die Geräteauslastung im März hielt im Hochbau knapp das Vormonatsergebnis mit gut 70%. Im Tiefbau ging der Wert saisonbedingt noch etwas hoch, von 60% auf 65%. Damit wurden auch jeweils (noch) die Vorjahreswerte gehalten.

Die Auftragsbestände halten im Vormonatsvergleich bei 3,5 Monaten im Hochbau und gut 2,5 Monate im Straßenbau.

Die zurückhaltenden Erwartungen schlagen sich jedoch bereits bei der Investitionsneigung der Bauunternehmer nieder. Es wird nur noch vor Ersatzinvestitionen berichtet. Quelle: ZDB / pgl

Spahn nennt Unternehmen Bedingungen für Lockerungen

Corona-Live-Blog: Spahn nennt Unternehmen Bedingungen für Lockerungen

Der britische Premierminister Boris Johnson ist am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärt, wie Firmen in den Alltag zurückkehren können und in Deutschland hat die Zahl der vom Coronavirus Genesenen erstmals die Zahl der aktiv Infizierten überholt. Alle News zum Coronavirus im Live-Ticker.

Live-Ticker zum Coronavirus hier aktualisieren

  • 15:48 Uhr: Virologe Streeck weist Vorwürfe zurück: Zwischenergebnis üblich
  • 14:34 Uhr: Premierminister Boris Johnson darf das Krankenhaus verlassen
  • 12:39 Uhr: Spahn nennt Wirtschaft Bedingungen für Corona-Exit
  • 12:27 Uhr: Wirtschaftsweise sprechen sich gegen starre Branchen-Schließungen aus
  • 11:48 Uhr: Athen: Türkei akzeptiert wegen Corona keine Migrantenrückführungen
  • 11:12 Uhr: RKI: Erstmals mehr Genesene als aktiv Infiziert in DeutschlandJen

Diese Branchen suchen händeringend Mitarbeiter

Viele zusätzliche Stellen gibt es derzeit etwa in Supermärkten.

Coronakrise: Diese Branchen suchen händeringend Mitarbeiter

Während in der Coronakrise viele Bereiche des Lebens still liegen und Menschen um ihre berufliche Existenz bangen, herrscht andernorts Hochbetrieb. Händeringend werden Menschen gesucht, die aushelfen können. Online-Portale helfen dabei, schnell Arbeitskräfte zu vermitteln. Ein Überblick.

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Geschäfte und Restaurants müssen schließen, Veranstaltern brechen Aufträge weg, Fabriken fehlen Zulieferungen für ihre Produktion. Die Coronakrise legt viele Bereiche der Wirtschaft lahm. Deswegen haben 470.000 Unternehmen in Deutschland inzwischen Kurzarbeit angezeigt.

Doch es gibt auch die andere Seite: In den Branchen, in denen weitergearbeitet werden kann und muss, ist dermaßen viel zu tun, dass teils händeringend Leute gesucht werden. Ein Überblick:

Supermärkte

„Eine der größten Herausforderungen im Lebensmittelhandel besteht aktuell darin, ausreichend Personal für Logistik, Verkauf und Warenverräumung zur Verfügung zu haben“, sagt Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland (HDE) mit Blick auf die Coronakrise. Die Unternehmen der Branche seien deshalb dringend auf der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Allein Aldi Süd hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen bereits rund 2.200 Teilzeitkräfte eingestellt. Dabei profitierte das Unternehmen – ebenso wie Aldi Nord – auch von der Zusammenarbeit mit McDonald’s. Der Burger-Riese vermittelte dem Discounter eigene Mitarbeiter, die wegen der Ladenschließungen nicht benötigt wurden.

Konkurrent Lidl stockte seine Teams in den Filialen und Lagern ebenfalls auf. „Sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene finden Kooperationen mit Unternehmen statt, die ihre Mitarbeiter in der aktuellen Situation nicht beschäftigen können“, berichtete eine Lidl-Sprecherin.

Die Supermarktkette Rewe spricht nach eigenen Angaben zurzeit Gruppen wie Studenten an, die von der Schließung der Hochschulen betroffen sind. Zudem stehe Rewe im Kontakt mit Unternehmen, deren Mitarbeiter derzeit in Kurzarbeit seien – etwa aus den Bereichen Gastronomie, Touristik oder Textilien, berichtete ein Unternehmenssprecher. Gesucht würden zeitlich befristete Hilfskräfte. Mehrere Tausend Helfer hätten sich bereits gemeldet.

Landwirtschaft

Rund 300.000 Saisonarbeiter kommen normalerweise auf Deutschlands Felder, um Obst, Gemüse und Wein zu ernten. Nun werden es wegen der Reisebeschränkungen viel weniger sein. Immerhin sollen im April und Mai jeweils 40.000 Saisonkräfte aus Osteuropa unter Auflagen einreisen dürfen, wie am Donnerstag beschlossen wurde. Erntehelfer können auch länger sozialversicherungsfrei arbeiten – statt wie bisher 70 Tage sind jetzt 115 Tage möglich.

Mehrere Online-Plattformen helfen bei der Vermittlung, um überhaupt noch Saisonarbeiter zu finden. Der Bauernverband und der Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) bieten diesen Service jetzt kostenlos an. Auf einem anderen Portal der Landwirtschaftskammern meldeten sich binnen Tagen bereits rund 1.000 Interessierte.

Hier die Vermittlungsportale im Überblick:

Live-TickerCoronavirus

Merkel über Exit-Plan: „Wären schlechte Regierung, wenn wir ein Datum nennen“

IT & Telekommunikation

Techniker der Telekommunikationsbetreiber arbeiten mit Hochdruck daran, die Infrastruktur am Laufen zu halten, denn Internet und Telefon sind gefragter denn je.

Der Branchenverband Bitkom rechnet trotz der hohen Nachfrage nach den Dienstleistungen mit einer konjunkturellen Eintrübung der IT- und Telekommunikationsbranche. Das liegt auch am Fachkräftemangel. Ende 2019 seien bereits 124.000 IT-Stellen unbesetzt gewesen, erklärte ein Bitkom-Sprecher. Diese Zahl habe sich in den vergangenen beiden Jahren mehr als verdoppelt. Mit einer Trendwende durch die Coronakrise wird nicht gerechnet. Bei der Deutschen Telekom seien aktuell keine neuen Einstellungen geplant, sagte ein Sprecher.

Gesundheitssektor

Auch in deutschen Krankenhäusern verschärft die Coronakrise eher ein altes Problem: Schon vorher hätten sie Stellen von etwa 17.000 Pflegekräften und 3.500 Ärzten nicht besetzen können, sagt ein Sprecher der Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG).

Die gute Nachricht: Weil die Kliniken wegen der großen Belastung durch die Pandemie planbare und nicht lebensnotwendige Behandlungen verschoben haben, ist Personal frei geworden. Vor allem um Ärzte und Pflegerinnen, die die Branche verlassen haben, werben die Kliniken jetzt. Sie gehörten zur wichtigsten Zielgruppe der Job-Kampagnen. „Es werden zudem vermehrt Mitarbeiter rekrutiert, die sich derzeit in Altersteilzeit oder Elternzeit befinden beziehungsweise schon in Rente sind.“

Dramatisch ist das Bild, das die DKG zeichnet, allerdings nicht: Noch stiegen die Patientenzahlen nicht übermäßig, auch seien noch nicht allzu viele Mitarbeiter selbst infiziert und fielen daher aus.

Auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat noch keinen großen Ansturm an Corona-Patienten verzeichnet – „vor allem von solchen mit Bedarf an Intensivtherapie“. Deutlich problematischer sei die Situation in der stationären Altenpflege. „Hier gab es bereits vor der Krise einen gravierenden Fachpersonalmangel, der sich jetzt durch Krankheitsausfälle, Quarantänen noch verstärkt“, sagte Verbandssprecherin Johanna Knüppel. „Zudem müssen Betreuungsaufgaben vermehrt geleistet werden, die sonst oft auch Angehörige erbringen.“

Pharma & Medizintechnik

Pharmaunternehmen fahren derzeit Sonderschichten und arbeiten „unter vollem Einsatz ihrer Möglichkeiten“, berichtet der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller. Man tue alles, um in Zeiten hoher Nachfrage die Medikamentenproduktion zu sichern. „Arzneimittel werden immer benötigt – unabhängig von der Coronakrise“, betont auch der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Die Arzneifirmen erhöhten in Zeiten großer Nachfrage die Produktionskapazitäten, was auch beim Bedarf an Beschäftigten zeitverzögert spürbar werden könne.

Der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) geht von stabilen Beschäftigtenzahlen in der Branche aus, sagt Präsident Han Steutel. „Die forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland haben gerade alle Hände voll zu tun, Impfstoffe gegen Corona zu entwickeln und Medikamente, die dagegen wirken könnten, zu liefern.“ (af/dpa)

Leserfragen zur Coronakrise

Leser fragen, wir antworten: Kann ich mich über geliefertes Essen anstecken?

Wie sich durch Umweltzerstörung und Urbanisierung Viren schneller ausbreiten können

Bild zu Die Regenwald-Rodung könnte Viren für Pandemien begünstigen, wie Forscher vermuten.
Die Regenwald-Rodung könnte Viren für Pandemien begünstigen, wie Forscher vermuten. (Symbolbild)

Zoonosen: Wie sich durch Umweltzerstörung und Urbanisierung Viren schneller ausbreiten können

Wenn der Mensch in den Lebensraum von Tieren eindringt, kann das für Tiere und Menschen schlecht sein. Eine größere Nähe von Mensch und Tier macht es Krankheitserregern leichter, vom einen auf den anderen überzugehen.

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Noch immer ist nicht hundertprozentig geklärt, welches Tier der Reservoir-Wirt des Coronavirus SARS-CoV-2 ist. Laut Experten spricht viel für Fledermäuse, weil sie zahllose Corona-Virenarten in sich tragen und eine enge Verwandtschaft eines Fledermaus-Coronavirus zu SARS-CoV-2 bei Menschen festgestellt wurde. Vermutlich gab es einen Zwischenwirt, vielleicht ein Schuppentier, mit dem es das Virus auf einem chinesischen Tiermarkt bis zum Menschen geschafft hat.

Krankheiten, die von einem Tier auf den Menschen übergehen (oder umgekehrt), nennen Fachleute „Zoonosen“. Zoonosen hat es in der Menschheitsgeschichte schon immer gegeben. Wo immer Arten aufeinander treffen, tauschen sie unter Umständen auch Krankheitserreger aus. Ob Influenza-Viren, Ebola, das SARS-Virus von 2002/2003, MERS, die Schweinegrippe oder auch BSE und Ehec – all diese Viren oder Bakterien entwickelten sich zuerst in Tieren.

Übertragungswege

Coronavirus: Mehr Pandemien als früher?

Dabei sind sowohl die Wirtstiere als auch die Übertragungsarten unterschiedlich. Bei BSE und Ehec sind die Wirtstiere Wiederkäuer wie Rinder oder Schafe, bei Ebola und dem alten SARS Fledermäuse oder Flughunde. Manche Erreger müssen direkt übertragen werden, zum Beispiel durch Bisse. Andere gelangen über Kot, Urin oder Speichel an Zwischenwirte oder direkt an den Menschen. Bei wieder anderen reicht eine Berührung, manche müssen zusammen mit dem Wirt gegessen werden.

Bekannte Epidemien und Pandemien des 20. Jahrhunderts sind die Spanische Grippe (1918-1920), die Asiatische Grippe (1957), die Hongkong-Grippe (1968), SARS (2002/2003), die Schweinegrippe (2009) und MERS (2012). Die Zeiträume zwischen einzelnen Epidemien oder Pandemien scheinen immer kürzer zu werden. „Scheinen“, weil sich das laut Experten wie dem Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, und dem Epidemiologen Martin Pfeffer von der Universität Leipzig, nicht nachweisen lässt. „Ob es heute mehr Epidemien gibt als vor einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten, können wir nicht sicher sagen. Klar ist aber, dass sie heute besser entdeckt werden können“, sagte Mettenleiter im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der Mensch drängt sich auf

Menschliches Verhalten spielt aber bei der Ausbreitung solcher Erreger durchaus eine Rolle. Nicht nur, dass es riskant sein kann, verschiedene Wildtiere mit verschiedenen Erregern auf einem Markt zu versammeln und dort frisch zu schlachten. Auch die Zerstörung von Lebensräumen von Tieren erhöht nach Meinung vieler Experten das Zoonosen-Risiko.

Bild zu Affen füttern wie hier in Sri Lanka kann Zoonosen begünstigen.
Affen füttern wie hier in Sri Lanka kann Zoonosen begünstigen.

Erreger wie das West-Nil- oder das Usutu-Virus zirkulieren zum Beispiel in Vögeln und werden durch Stechmücken übertragen. Bei anderen Viren bilden kleine Säugetiere und Insekten einen solchen Kreislauf. Für den Menschen bleibt es so lange unbedenklich, bis dieser Kreis durchbrochen wird. Genau das kann aber passieren, wenn Wälder großflächig abgeholzt werden.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2017 kamen Ebola-Epidemien in Zentral- und Westafrika häufiger dort vor, wo gerade Wälder gerodet worden waren, schreibt die Wissenschaftsjournalistin Sonia Shah. Eine andere Untersuchung hat sich über vier Jahre ein kleines Regenwald-Gebiet auf der Insel Borneo angesehen, wo die Bewohner für ihre Landwirtschaft Bäume fällen. Demnach kam ein bestimmter Malaria-Erreger umso häufiger vor, je größer die Fläche war, die gerodet wurde.

Weitere Studien zu Malaysia sowie für Brasilien legen einen Zusammenhang zwischen dem Aufkommen von Zoonosen und dem Abholzen von Wäldern etwa für Plantagen nahe. Ein eindeutiger Nachweis ist schwierig, weil sich der Zusammenhang zwar beobachten lässt, die Kausalität dadurch jedoch nicht automatisch bewiesen wird.

Unmittelbarer wird das Risiko einer Zoonosen-Infektion, wenn Tiere, weil sie ihres Lebensraumes beraubt wurden, aus Wäldern auf Grundstücke von Menschen kommen – oder wenn Menschen sich zunehmend in tierischen Habitaten aufhalten. „Heutzutage gehen mehr Menschen im Wald spazieren als früher. Dadurch kommen sie häufiger mit Parasiten wie dem Fuchsbandwurm oder mit Insekten und Zecken in Kontakt, die Erreger übertragen“, sagte Martin Pfeffer zu unserer Redaktion.

Lesen Sie auch: Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in unserem Live-Blog

Für eine Pandemie braucht es mehr als einen Kontakt

Der Erstkontakt ist aber nur ein Aspekt einer Epidemie oder Pandemie. Ob es zu einer Ausbreitung kommt, hängt davon ab, wie ansteckend der Erreger ist und an wie viele Menschen er in der Folge weitergegeben wird. „Da kommen die Urbanisierung und die Globalisierung ins Spiel: Viele Menschen an einem Ort und viele Menschen, die viel herumkommen – das führt zur Verbreitung eines Virus“, sagt Thomas Mettenleiter. Martin Pfeffer formuliert es so: „Die Welt ist heutzutage ein Dorf. Da sind Pandemien praktisch vorprogrammiert.“

Verwendete Quellen:

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New York in der Coronakrise wie ausgestorben: Stadt erwartet die Katastrophe

Das Coronavirus hat New York zu einer Geisterstadt gemacht. Über dem Big Apple liegt eine gespenstische Stille, während die Menschen auf die Katastrophe warten, die sich bereits ihren Weg bahnt. Selten hat man die Stadt so ausgestorben gesehen.

Mirte Stöger geht im Sommer — Mirte Favre kommt — armer BVB

Medien: Stöger-Aus beschlossene Sache – Favre soll im Sommer übernehme

Die eine Mirte geht – die Andere Mirte kommt. Im eigentlichen geht es doch nur darum, Geld aus dem Verein zu saugen.
doch alle so.
hat um Wunschkandidaten, sondern es geht um Abzweigung von Geldmittel in andere Kanäle….schon einmal darüber nachgedacht.
Trappertoni………………
Fade Auftritte in der Liga, das peinliche Aus in der Europa League und nun die 0:6-Klatsche in München. Peter Stöger sammelte zuletzt wahrlich nur wenige Argumente für einen Verbleib bei Borussia Dortmund. Laut einem Bericht der BILD-Zeitung ziehen die Verantwortlichen des Revierklubs die Konsequenzen und werden dem Österreicher keinen neuen Vertrag anbieten.

Der 51-Jährige auf Nachfrage der BILD: „Irgendwann im April wird es eine Entscheidung geben. Klar ist auch, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwierig ist, eine Bewertung und eine Einschätzung abzugeben und logischerweise zu sagen, in welche Richtung es gehen wird. Jeder macht sich seine Gedanken, das gilt für den Klub, für mich, für alle.“

Stöger übernahm den BVB im Dezember und erhielt einen Kontrakt bis zum Saisonende. Sollte die Borussia unter dem Ex-Kölner wieder sportliche Erfolge feiern können, hätte man über ein Engagement über den Sommer hinaus nachgedacht, doch aktuell liefern Stöger und seine Mannschaft nur wenig Gründe für eine weitere Zusammenarbeit.

Laut dem Bericht hat der BVB bereits einen Nachfolger im Blick. Wie auch im letzten Sommer soll Lucien Favre der absolute Wunschkandidat von Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc sein. Vor einem Jahr hatte dessen Verein OGC Nizza noch die Freigabe verweigert, nun aber könnte der Schweizer die Cote d’Azur für eine Ablöse zwischen drei und fünf Millionen Euro verlassen. Eine Investition, die sich lohnt? Auch Watzke und Co. wissen: Die nächste Trainerentscheidung muss endlich mal wieder sitzen.