Zwangsabgabe für Bank-Kunden

Zwangsabgabe: Ab 1. August steigt das Risiko für Bank-Kunden erheblich

 |  Veröffentlicht: 14.07.13, 01:52  |  119 Kommentare
Die Bankster und Politiker schlage wieder zu.  Kein Geld für die schaffende Bevölkerung, nehmt Ihnen alles ab!

Vielen Banken in Europa spekulieren auf Teufel komm raus mit dem Geld der Sparer und weigern sich, die Risiken offenzulegen. Alle hoffen unverändert auf die Rettung durch den Steuerzahler. Doch die EU hat nun still und leise ein Gesetz beschlossen, demnach ab 1. August die Bank-Kunden als erste enteignet werden müssen, wenn eine Bank in die Krise gerät.

José Manuel Barroso, Martin Schulz, Herman Van Rompuy und ein unbekanntner EU-Mitarbeiter Studium ihrer Konto-Auszüge im EU-Privat-Jet. Sie prüfen, ob am Montag noch alles drauf ist, was am Freitag auf dem Konto gewesen ist. (Foto: consilium)

José Manuel Barroso, Martin Schulz, Herman Van Rompuy und ein unbekanntner EU-Mitarbeiter beim Studium ihrer Konto-Auszüge im EU-Privat-Jet. Sie prüfen, ob am Montag noch alles drauf ist, was am Freitag auf dem Konto gewesen ist. (Foto: consilium)

Allein im Euroraum gibt es 6.400 Banken. Viele davon sind Großbanken, die durch das Prädikat „too big to fail“ vom Steuerzahler geschützt werden. Durch immer mehr Zusammenschlüsse und gegenseitige Aufkäufe wuchsen die sogenannten „systemrelevanten“ Banken zu immer größeren, unüberschaubaren Konglomeraten. Stets im Bewusstsein, dass bei möglichen Schieflagen der Staat oder der Steuerzahler einspringen würde.

Die gesamten Verbindlichkeiten der Banken der Eurozone betragen 250 Prozent des BIP der Eurozone.

250 Prozent all dessen, was die Euro-Bürger in einem Jahr schaffen, ist von den Banken bereits verwettet.

Das sind unerfreuliche Zahlen.

Daher hat die EU-Kommission nun in aller Stille eine Verordnung erlassen, die für die Steuerzahler einen gewissen Schutz bieten sollen – die aber in voller Härte den Bank-Kunden treffen können.

Diese Verordnung ist deshalb von Bedeutung, weil für Inkrafttreten nicht mehr die Zustimmung der nationalen Parlamente erforderlich ist, in denen die Banken über Lobbying die Regelung noch weiter verwässern könnten.

Es handelt sich um eine Vorschrift, die am 1. August 2013 in Kraft tritt.

Mit diesem Tage sollten sich Bank-Kunden genau überlegen, welcher Bank sie ihr Geld anvertrauen.

Die EU-Kommission verlangt zu diesem Zeitpunkt:

„Banken mit einer ausgewiesenen Kapitallücke müssen dafür sorgen, dass Anteilseigner wie auch Inhaber nachrangiger Schuldtitel einen angemessenen Beitrag zur Deckung des Kapitalbedarfs leisten, bevor sie staatliche Rekapitalisierungen oder Maßnahmen zum Schutz ihrer wertgeminderten Vermögenswerte in Anspruch nehmen können. Auf diese Weise werden gleiche Wettbewerbsbedingungen für ähnliche Banken mit Sitz in verschiedenen Mitgliedstaaten geschaffen und der Fragmentierung des Finanzmarkts vorgebeugt. Ausnahmen sind möglich, wenn die Finanzstabilität auf dem Spiel steht oder wenn eine Bank bereits einen großen Teil des Kapitalbedarfs selbst aufgebracht hat und der Restbetrag, der mit staatlichen Mitteln gedeckt werden soll, im Vergleich zu der Bilanzsumme der betreffenden Bank gering ist.“

Das bedeutet: Banken müssen künftig zuerst ihre Kunden und Aktionäre zur Kasse bitten, bevor sie den Staat in Anspruch nehmen können. Die Inhaber „nachrangiger Schuldtitel“ sind im Grunde alle Bank-Kunden, weil ihre Guthaben bei den Banken Klein-Kredite sind, für die die Kunden von der Bank nichts anderes erhalten als das Recht, für Dienstleistungen der Bank saftige Gebühren zu bezahlen.

Ob die Einlagensicherung für Einlagen unter 100.000 Euro etwas wert ist, kann niemand sagen.

Vorrangige Gläubiger sind in der Regel offizielle Institutionen wie die KfW oder die EZB, die sich ihre Kredite von den Banken in der Regel besichern lassen.

Die EU-Regel ist natürlich schwammig. Es ist keine strenge Vorschrift zur Beteiligung, sondern eher die Einführung eines Procedere.

Und dieses entspricht der Zwangs-Angabe in Zypern: Die Bank-Kunden müssen beteiligt werden. Die EU zieht damit vor allem die Lehren aus dem fortgesetzten Griechenland-Desaster und dem für die Bevölkerung besonders verheerenden Irland-Desaster.

Konkret bedeutet die Regel: Wenn eine Bank in Schieflage gerät, muss sie die Guthaben ihrer Kunden als Pflicht-Element in den Topf werfen, um einen Deal mit der Bankenaufsicht, der nationalen Regierung und der EU zu erreichen.

Die ab 1. August gesetzlich zwingend vorgeschriebene Beteiligung der Bank-Kunden war notwendig geworden, weil die Banken in den vergangenen Jahren nichts unternommen haben, um ihre Risiken abzubauen.

Tatsächlich haben sich nämlich viele Institute durch Verluste im risikoreichen Investmentbanking selbst in Krisen gestürzt. Und die Staaten haben bereits Milliardenbeträge in die Rettung von Zombiebanken investiert. Eine Zombiebank wird definiert als ein Institut, das eigentlich insolvent ist, jedoch weiterhin Bankgeschäfte ausübt.

Im Jahr 2008, als die sogenannte Finanzkrise hochkochte, gingen der damalige Finanzminister Steinbrück und Kanzlerin Merkel vor die Mikrophone und sicherten der Bevölkerung zu, alle Einlagen in den deutschen Banken seien sicher. Hätte es dennoch einen „Bank-Run“ gegeben, hätten Merkel und Steinbrück ihre Zusage natürlich nicht einhalten können (hier).

In Deutschland wurde im November 2008 ein Bankenrettungsfonds (SoFFin) gegründet, ausgestattet mit 500 Milliarden Euro. Fünf deutsche Banken wurden aufgefangen: Die Commerzbank, die DZ Bank und die Landesbanken NordLB, Helaba und WestLB.

Indessen wurde der Bankenrettungsfonds SoFFin bis Ende 2014 verlängert, um damit „einen nahtlosen Übergang zu einem Rettungsfonds auf europäischer Ebene ermöglichen“, wie es damals noch etwas unbestimmt hieß.

Auf europäischer Ebene, insbesondere in der Peripherie, gibt es nach wie vor die Möglichkeit eines Bank-Runs. Deshalb laufen nun die verschiedenen Maßnahmen auf EU-Ebene an, um eine Bankenunion zu gründen, wobei insbesondere der Abwicklungsmechanismus SRM („Single Resolution Mechanism”) hoch umstritten ist.

Ebenfalls geplant ist ein gemeinsamer Einlagensicherungsfonds, der jedoch wegen der bevorstehenden Bundestagswahl aufgeschoben ist (hier).

Tatsache ist: Nach wie vor ist der Bankensektor im Euroraum zu groß und risikoreich, die Banken verfügen über zu wenig Eigenkapital und berechnen dazu noch ihre Eigenkapitalquote häufig falsch (Details hier).

Die Gesamtverbindlichkeiten der Banken in der Eurozone betragen 250 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Faule Kredite werden verlängert, anstatt sie abzuschreiben. Verbindlichkeiten sind höher als vermeintliche Assets (Vermögenswerte).

Doch die Forderungen, die konkreten Zahlen der Altlasten der Banken offenzulegen, sind halbherzig und verhallen immer wieder schnell.

Aus gutem Grund: Wären die Fakten bekannt, käme es womöglich zu einem Bank-Run, bevor der gemeinsame Einlagensicherungsfonds steht. Es drohte ein Crash, der befürchtete Domino-Effekt wäre die Folge.

In Spanien sind die harten Realitäten der Banken längst offenbar. Überschuldungen durch Ausfälle von nicht rückzahlbaren privaten und öffentlichen Krediten. Die Immobilienblase machte aus Banken alsbald marode Banken. Ein Großteil der Hypothekendarlehen wird daher in den Bilanzen über die EZB finanziert. Doch „auf die billige (Re-) Finanzierung der Zentralbank angewiesen zu sein, ist kein tragfähiges Geschäftsmodell“, schreibt Daniel Gros auf dem Blog des „Project-Syndicate“.

Auch in Italien, Portugal und Griechenland sind die Anteile der „faulen Kredite“ in den Bankbilanzen angestiegen. Griechenlands Banken halten sich nur noch mit Notkrediten der EZB über Wasser. Sie betrugen Ende Juni 61,14 Milliarden Euro.

Italien hatte Ende April 133 Milliarden Euro faule Kredite in den Büchern, Spanien etwa 200 Milliarden Euro.

Zwar soll Anfang 2014 eine Bankenaufsicht etabliert werden, die die tatsächlich vorhandenen Assets der Banken im Euroraum überprüfen soll. Ob diese Aufsicht auch die Überlebensfähigkeit der einzelnen Institute einschätzen kann, bleibt fraglich. Zudem werden sich die Banken gegen zu strikte Auflagen zur Wehr setzen. Und welche nationale Behörde (die mit am Verhandlungstisch sitzen wird) kann eingestehen, dass eine ihrer systemrelevanten Bank an kein zukunftsfähiges Modell besitzt? Und wie viele Banken wird man – je nach nationalem Interesse – als „systemrelevant“ einstufen? Um damit wiederum faule Kredite in Büchern zu belassen und verlängern?

Bis der gemeinsame Einlagensicherungsfonds kommt?

Denn die EZB wird diese Herausforderung alleine nicht meistern.

Deshalb wurde eine – bisher – gedeckelte Summe von 60 Milliarden zur (Re-) Kapitalisierung für Banken aus dem ESM beschlossen.

Ferner soll ein Bankenabwicklungsfonds gegründet werden, der über zehn Jahre hinweg durch Einzahlungen der Banken im Euroraum pro Jahr etwa fünf Milliarden einsammeln soll. Dabei ist ein Zeitrahmen von zehn Jahren angedacht, um auf eine Summe von 50 Milliarden Euro zu kommen.

Das ist bei weitem zu wenig, um eine in Bedrängnis geratene Großbank zu retten. Außerdem haben die Banken Widerstand angekündigt: Sie wollen nicht in einen solchen Fonds einzahlen, weil sie der Meinung sind, dass sei keine weiteren Belastungen mehr übernehmen können.

Tatsächlich erleben wir einen Wettlauf mit der Zeit: Die Banken wissen, dass sie nur eines retten kann: Das Prädikat „Too big to fail“. Deshalb betreiben jene Banken, die die Politik beraten, einen radikalen Konsolidierungskurs. Es soll weniger Banken in Europa geben, die sollen größer sein und systemrelevant (mehr zu diesem bemerkenswerten Vorgang – hier).

Denn eines ist allen Beteiligten klar: Wegen der gigantischen Risiken können weder die Staaten die Banken noch die Banken sich selbst retten.

Daran haben die ganzen hektischen „Rettungs“-Bemühungen der vergangenen Monate nichts geändert, im Gegenteil: Das einzige, was Banken und Politiker retten wollen, ist ihre eigene Haut.

Der Sparer hat, im Unterschied zum Steuerzahler, zwei Vorteile: Er kann die Bank wechseln, während der Steuerzahler in der Regeln den Staat nicht wechseln kann. Und der Sparer weiß nun, dank des EU-Gesetzes, dass er ab dem 1. August 2013 höllisch auf der Hut sein muss. Sein Risiko, über Nacht enteignet zu werden, steigt dramatisch an.

Das ist keine gute Nachricht.

Aber wenigstens eine, auf die man reagieren kann.

 

KOMMENTARE:

  • Willkür sagt:

    …das bittere dabei ist, keiner weiß, wie “gesund” seine Bank ist.
    Ich sehe keine Chance für den Bürger, sich dieser Willkür tatsächlich entziehen zu können.

  • beppe Grillo sagt:

    Geld abheben, dann können die euch auch nix
    zwangsenteignen …Die 1% Tagesgeld Zinsen sind mir dieses Risiko
    nicht wert.

    Außerdem können sie Banken dann nicht mehr mit den Früchten meiner Arbeit zocken…
    Einfach mal machen statt labern und sich beschweren…wenn es jeder macht, könnt ihr denen mal zeigen wer der Boss ist….mit eurem Kreuz bei der Wahl könnt ihr es nicht…

  • Fritze sagt:

    Schönes Foto: vier der Oberdiebe und -verbrecher der EU-Mafia zusammen. Ist dürfte indes leider kein polnisches Flugzeug sein…

    Was diese verbrecherische Bande da macht, ist und bleibt Diebstahl! Sie werden hoffentlich recht bald alle den vollen Preis bezahlen!!!

    Sie lösen nicht nur kein einziges Problem, diese Verbrecher sind das Problem!!!

    Auf in den totalitären, diktatorischen, faschistischen Super-Staat EU. Hier kann man jeden Tag nur mehr kotzen.

    http://stopesm.blogspot.de/2013/07/warum-deutschland-nie-einen.html

  • Robert_M sagt:

    Die EU funktioniert ähnlich wie die FED.

    Jeder glaubt, die FED wäre eine Staatsbank .

    IST SIE ABER NICHT !!!

    Auszug aus boerse. ard:

    Die Fed ist eine privatwirtschaftlich ( !!!) basierte Institution.
    Im Internet kursiert eine Liste der wichtigsten Eigentümer, darunter Rothschild, Lazard Frères, Kuhn Loeb, Warburg, Lehman Brothers, Goldman Sachs, Rockefellers Chase Manhattan, JP Morgan.

    Weiter heisst es bei boerse.ard:

    Der Crash von Gold und Silber  “war ein Meisterwerk der Manipulatoren”

    Ein paar US-Großbanken, die den Edelmetall-Markt bei Over-the-counter-Derivaten (OTC) dominieren, hätten mit massiven Leerverkäufen an der New Yorker Terminbörse Comex Verunsicherung unter den Edelmetall-Investoren geschürt. Über den Terminmarkt wurde für ungeheuren Verkaufsdruck gesorgt. “Viele Investoren bekamen Angst, automatische Verkaufsorders wurden durch den Bruch wichtiger Chartmarken ausgelöst”, hat Schulte festgestellt.Bereits am vorangegangenen Freitag (12. April) hatten zwei Verkaufsorders von insgesamt 400 Tonnen in einem zeitlich kurzen Abstand von zwei Stunden den Goldpreis in die Knie gezwungen. Er rutschte unter die wichtige Schwelle von 1.540 Dollar je Feinunze. “Wenn jemand an einem Freitag, an dem die Händler ins Wochenende aufbrechen, plötzlich 400 Tonnen Gold oder 15 Prozent der Jahresweltproduktion verkauft, muss der Preis ja einbrechen”, meint Analyst Eberhard Unger von Fairesearch. Daher sei anzunehmen, dass “der Einbruch absichtlich ausgelöst wurde – vielleicht sogar nach Absprachen zu einer konzertierten Leerverkaufs-Aktion”.

    So funktioniert das Mega- Hütchenspiel – Spiel.

  • anon sagt:

    Wo ist denn mal bitte ein Link zum genauen Wortlaut der Vorschrift?

  • logos sagt:

    “Allein im Euroraum gibt es 6.400 Banken. Viele davon sind Großbanken, die durch das Prädikat „too big to fail“ vom Steuerzahler geschützt werden.”

    Wem gehören die “too big to fail” Banken?

    “Das bedeutet: Banken müssen künftig zuerst ihre Kunden und Aktionäre zur Kasse bitten, bevor sie den Staat in Anspruch nehmen können. Die Inhaber „nachrangiger Schuldtitel“ sind im Grunde alle Bank-Kunden, weil ihre Guthaben bei den Banken Klein-Kredite sind, für die die Kunden von der Bank nichts anderes erhalten als das Recht, für Dienstleistungen der Bank saftige Gebühren zu bezahlen.”

    Wer trotzdem heute noch irgendeiner Bank  die Verfügungsgewalt über sein Bankguthaben überlässt, handelt nicht nur leichtsinnig, sondern dumm.

    Zu dem Foto: So, so, wieviele Privatjets unterhält denn die EU auf Kosten der Steuerzahler?

  • Joachim Ochmann sagt:

    Da werden wir  in naher Zukunft auch ausgebremst, es wird ein Bargeldloser Zahlungsverkehr eingeführt.Probelauf bereits im Gange. Dann gibt es nur noch die Bankkart und jeder ist dann kontrollierbar, was er tut, auf den Pfennig genau.
    Basta, sagt die EU zu jedem, der arbeiten geht und ein Gehalt bezieht in ganz Europa. Das Recht in jedem Land ein Konto zu haben hat man ja bereits realisiert.
    Alles am Bürger der BRD forbei mit Zustimmung der Volksvertreter. Wenn wir diese Klasse nicht zum Teufel jagen, richten sie uns noch zu Grunde.

  • pulle sagt:

    (Der Sparer hat, im Unterschied zum Steuerzahler, zwei Vorteile: Er kann die Bank wechseln, während der Steuerzahler in der Regeln den Staat nicht wechseln kann. )

    Welcher Staat ?  Welche Regeln ?

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=bMp0gOiyYAI

  • Mrs. Ölsardine sagt:

    ich habs schon oft überall verbreitet:
    Hebt alles ab, bis auf die Monatlichen Kosten. Wenn dies Mindestens 10% aller Bürger machen, können die Bankenverbrecher nichts mehr machen. Zumindest nicht mehr viel.

 

Catastroika – Die Privatisierung der Welt –

Catastroika – Die Privatisierung der Welt – (deutsche Untertitel)

INFO

Es war am Anfang des Jahres 1989 als der französische Akademiker Jacques   Rupnik sich in seinem Büro befand, um einen Bericht über den Stand der   letzten Wirtschaftsreformen in der Sowjetischen Union von Michail   Gorbatschow vorzubereiten. Der Ausdruck, der von ihm für das Röcheln des   sterbenden Imperiums benutzt wurde, war „Catastroika“.  Während der Zeit  des Präsidenten Jelzin, als Russland wahrscheinlich   das größte und  erfolgloseste Privatisierungsexperiment in der  Geschichte der Menschheit  einführte, gab eine Gruppe von Reportern des Guardian dem Ausdruck von Rupnik eine andere Bedeutung. „Catastroika”   wurde das Synonym der  kompletten Zerstörung des Landes von Markkräften;  des Verkaufs des  Staatseigentums und der dramatischen Verschlechterung  des  Lebensstandards der Bürger. Maßeinheiten der Catastroika wurden   die  Arbeitslosigkeit, die soziale Verarmung, die Verringerung der   Lebenserwartung, als auch die Bildung einer neuen Liga von Oligarchen,  die die Macht über das Land übernahmen. Nach einigen Jahren, führte ein    ähnlicher Versuch massiver Privatisierung des Staatseigentums im   Vereinigten Deutschland (welches als Model für Griechenland präsentiert   wird) zu Millionen von Arbeitslosen und manchen der größten Skandale in   der Geschichte Europas.

Es handelt sich um diese „Catastroika”,  die auf dem Weg nach Griechenland ist; die „letzte sowjetische Republik  Europas” laut den  Parlamentsmitgliedern und Ministern unserer  „sozialistischen”  Regierung. Catastroika ist die logische Folge und  Fortsetzung der  Schuldenkratie, also eine logische Fortsetzung vom  „Debtocracy”,  unserem ersten Dokumentarfilm, welcher die Ursachen der  Schuldenkrise  in Griechenland und in der ganzen europäischen Periphere  sucht.

Dennoch, ist Catastroika nicht ein Virus, der nur die  Länder  infiziert, die ihr Wirtschaftssystem radikal ändern (siehe Russland)   oder Länder, deren Wirtschaft unter Okkupation leidet. Die   erfolglosesten Privatisierungsbeispiele wurden wahrscheinlich in   finanziellen Supermächten eingeleitet, die theoretisch die finanzielle  Macht hatten um die negativen Folgen zu kontrollieren.

Catastroika-Beispiele  findet man in Großbritannien nach der Ära Thatcher, wo Menschen ums  Leben gekommen sind, in Unfällen des  privatisierten Bahnnetzes. Solche  Beispiele kann man auch in der  privatisierten und liberalisierten  holländischen Post finden, wo  tausende von Arbeitsstellen gestrichen  wurden und wo der Postbote zwei  oder drei Mal pro Tag kommt. Man kann  sie sogar in Kalifornien finden,  wo die Bewohner ohne Elektrizität  belassen wurden nach der  Deregulierung des Energiemarkts.

Aber  die Konsequenzen waren härter und sogar furchterregender in  Ländern, die  in die Falle der ausländischen Kreditgeber gingen und  gezwungen wurden  dem Weg der massiven Privatisierung zu folgen. Der  Verkauf des  Staatseigentums, der in Griechenland folgen wird, hat  mehrmals unter  ähnlichen Verhältnissen stattgefunden. Dieselben Leute, die den Verkauf  des Staatseigentums in lateinamerikanischen Ländern  unternommen haben,  haben jetzt Ihre Büros in europäischen Ländern und  die meisten befinden  sich seit Monaten in Athen.

Die Vorgehensweise ist immer die  gleiche: Am Anfang, greift die  Regierung, in Zusammenarbeit mit den  Maßmedien, die Staatsbeamte an,  die als Verantwortliche für die  finanzielle Schwierigkeiten des Landes präsentiert werden. Der Mythos  eines öffentlichen Sektors mit zu vielen  Beamten basiert sich sehr oft  auf manipulierte Daten von  Organisationen, die von der aktuellen  Regierung unterstützt werden und die Regierung unterstützen.  Gleichzeitig werden bestimmte öffentliche Organisationen absichtlich  nicht unterstützt, um die Bürger mit ihrer Inkompetenz zur Verzweiflung  zu bringen. Der Prozess wird mit dem  Verkauf sogar der profitabelsten  öffentlichen Organisationen für einen Bruchteil des eigentlichen Wertes  vervollständigt.

Die Gruppe von Catastroika unternimmt schon  Reisen in viele Ländern  um Bilder, Informationen und Material über die  Deregulierungs- und  Privatisierungsprogramme, die schon in den  sogenannten  „Industrieländern” stattgefunden haben, zu sammeln. Das  Endergebnis der  Forschung ist nie schwarz oder weiß. Das alte Schema des  „soziallen  Charakters” des öffentlichen Sektors gegenüber dem  unmenschlichen  Gesicht des freien Marktes ist so vereinfacht, wie Milton  Freedmans  Theorien über die Notwendigkeit der Privatisierung der Luft,  die wir  atmen.

Den Rest der Beschreibung lesen:
http://www.catastroika.com/detailsde.php?id=219&type=s

Gedanken einer klugen Frau zu diesem Film:

https://ssl-101758.1blu.de/2012/06/26/gedanken-von-free-woman-on-the-land-zum…

Ein sehr sehenswerter Film über die Finanzkrise und ihre Drahtzieher. Angefangen von der Plünderung Russland bis zur Plünderung Griechenlands.

Neue Weltordnung — Jo Conrad interviewt Michael Vogt

Neue Weltordnung — Jo Conrad interviewt Michael Vogt

Danke Solist für den Link.

Veröffentlicht am 22.01.2013

Quelle: http://bewusst.tv
http://bewusst.tv/neue-weltordnung
Aufbruch Gold-Rot-Schwarz 2012

Kommentar:

Solist 24. January 2013 at 01:14

Offenbar ist das meiste Geld des WELTVERMÖGENS in den Händen von einigen wenigen Familien. Arbeiten die so viel und dem zum Wohle von Allen, das Dies gerechtfertigt wäre? Das genaue Gegenteil ist der Fall.
Ich denke, es könnte Allen gut gehen. Dazu muß man nicht so weit gehen um Jedenauf die gleiche Stufe zu stellen.
Man denke nur an unser Gesundheitssytem. Wir werden krank gemacht, krank gehalten…Mit teuren Medikamenten, möglichst lange auszupressen, teure Apparatemedizin…. Chemtrails…wer kassiert? Dann… nur da gerade wieder was dazu gesehen hatte…Wieviele Billionen oder Billiarden das wohl gekostet hat, die Kriegsmaschinerie. Allein Donald Rumsfeld hat zu seinen aktiven Zeiten unter Bush einen dreistelligen Millionen-Betrag erhalten, kam sogar damals in der ARD. Ok, bin nicht mehr ganz sicher, ob es durch diese Lobby oder von Ölfirmen…. jedenfalls läßt es tief blicken… Freie Energie, die kostenlos (bis auf Geräte und Wartung)… wird verhindert….
Sorry, es ginge garantiert besser und die prekären Beschäftigungsverhältnisse nach US-Muster…1 Euro-Jobs….Minderbezahlte… und einige Wenige profitieren.
Übrigens finde mache Argumente was im Mainstream kommt fadenscheinig….wenn dem Kunden vorgeworfen wird, zu billig einzukaufen…Geiz ist geil….blablabla….was nsowieso oft nicht zutreffend ist. Ware wird so produziert, das spätens kurz nach Garantie Schrott ist, dabei sid es oft nur Cent Beträge oder vieleicht mal 1 Euro und…. aber es wird absichtlich so konstruiert. Ressourcenverschwendung und von wegen billig, nä? ODER wenn Klamotten im Auslad produziert werden…Indien, Türkei, China ect. oder Rümänien…. In Indien müssen Akkord arbeiten… können 12 Stunden und länger sein… Bekommen nicht mal 50 Euro… umgerechnet auf ne Hose oder Hemd….wenn Sie das doppelte bekommen würden und weniger Stunden…würde der Artikel dann doppelt so teuer? NEIN….Sicher auch deutlich unter einem Euro
ODER wie auch im TV kam: Das Iphone ist schweineteuer….und wird in Billiglohnländern produziert. Maximale Gewinnspanne…profitieren die Arbeiter vom Endpreis? NEIN…. ODER ich erinnere mich, das vor VIIIIELEN Jahren Adidas-Fussbälle, irgendwie was offizielles zur Fussball WM… SCHWEINETEUER und produziert mit Kinderarbeit…. die haben sie zusammengenäht. Sogar manche teuren Labels, bekannte Marken bei Jeans z.B.
Soll ein Manager noch belohnt werden, wenn Beschäftigte und/oder Firmen ect. in die Grütze reitet und bekommt dafür auch noch Millionen-Abfindung und den nächsten hochdotierten Job, wie es üblich zu sein scheint? Muß ich weitermachen?