So helfen Masken wirklich

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Beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollten Sie einige Verhaltensregeln unbedingt beachten.

Nur so helfen Masken wirklich: Was beim Tragen unbedingt zu beachten ist

Masken erobern Deutschland – und werden nun auch in Bayern Pflicht. Sie nützen allerdings nur etwas, wenn man beim Tragen einige Regeln beachtet. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

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Nun also doch: Nach einigem Hin und Her soll auch in Bayern in Kürze eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen gelten. Was das konkret bedeutet und was beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes unbedingt zu beachten ist.

Welche Art von Schutz ist mit „Maskenpflicht“ gemeint?

Die Pflicht bedeutet ausdrücklich nicht, dass sich jeder medizinische Schutzmasken zulegen soll. Es ist zwar von „Maskenpflicht“ die Rede, Bayerns Ministerpräsident Söder konkretisierte aber am Montag: Es seien Mund-Nasen-SchutzAlltagsmasken oder auch Schals Pflicht.

Der Unterschied zwischen einer medizinischen Atemschutzmaske und einem Mund-Nase-Schutz ist, dass letzterer auch selbst hergestellt sein kann und vor allem den Schutz anderer Personen bewirkt.

Wo herrscht in Deutschland Maskenpflicht?

  • Bayern ist das dritte Bundesland mit einer Maskenpflicht. Sie gilt ab kommender Woche in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr.
  • In Sachsen muss ab sofort beim Einkauf und im Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz oder Schal getragen werden.
  • In Mecklenburg-Vorpommern gilt dies vom 27. April an im Nahverkehr. Zudem gibt es eine solche Pflicht in einzelnen Städten.
  • In Thüringen soll ab Freitag in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht gelten.
  • In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt deutet sich ebenfalls eine Maskenpflicht für Einzelhandel und ÖPNV an, in beiden Ländern berät an diesem Dienstag die Landesregierung darüber.
  • Der Berliner Senat spricht ebenfalls über das Thema – wobei es hier in der Koalition zuvor noch unterschiedliche Positionen gab.

Die Bundesregierung empfiehlt bislang nur „dringend“, Masken zu tragen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: „Umso mehr die vorhanden sein werden, umso mehr wird man vielleicht auch darüber reden, ob es dann noch weitere Schritte der Dringlichkeit gibt.“ Vorerst gelte, wer eine Maske hat, solle die auch tragen.

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Was bringt ein einfacher Mund-Nasen-Schutz?

Trägt jemand einen Mund-Nasen-Schutz, verringert er die Infektionsgefahr für andere Menschen, weil das Material vor Mund und Nase bis zu einem gewissen Grad Tröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten auffängt. Vor einer Ansteckung des Trägers mit dem Virus schützen die einfachen Masken aber eher nicht.

Ist eine selbst genähte Maske sinnvoll?

Die Wissenschafts-Akademie Leopoldina rät, selbst hergestellte Masken, Schals und Tücher zumindest im öffentlichen Leben zur Überbrückung zu nutzen. Die Akademie hatte das Tragen von Mund-Nasen-Schutz empfohlen, in Bildungseinrichtungen und – verpflichtend – auch im öffentlichen Personennahverkehr.

Auch das RKI teilte mit, das Tragen einer Maske im öffentlichen Leben könnte dazu beitragen, die Ausbreitung von Covid-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen.

Nach Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sollte der Stoff möglichst eng gewebt sein. Das Einhalten von Hygiene-Standards oder Abstandsregeln ersetzt eine Maske nach Meinung der Experten jedoch keinesfalls.

Wie Sie selbst einen Mund-Nasen-Schutz herstellen, lesen Sie hier.

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Sollte ich mir besser eine medizinische Maske besorgen?

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist erneut darauf hin, dass medizinische Atemschutzmasken dem Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen vorbehalten bleiben müssten. Medizinischem Personal, das direkten Umgang mit Verdachtsfällen und Corona-Patienten hat, bieten simple Masken keinen ausreichenden Schutz. Hier raten Experten zu Masken mit den Schutzstufen FFP-2 oder FFP-3.

Fehlende Schutzausrüstung und besonders fehlende Masken sind aktuell immer noch eines der drängendsten Probleme in vielen Kliniken. Für Deutschland bestehe über alle Varianten von einfachen Alltagsmasken bis zu Spezialmasken für medizinisches Personal ein Bedarf von mehreren Milliarden Stück innerhalb von Monaten, hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kürzlich gesagt.

Was muss ich beim Tragen beachten?

Ob die Masken helfen, hänge mit der Art und Weise zusammen, wie der Schutz getragen werde, betont Bernd Salzberger, Infektiologe am Universitätsklinikum Regensburg. Es gelte Folgendes:

  • Der Stoff muss Mund und Nase vollständig bedecken
  • Die Maske darf dabei keine Öffnungen bilden
  • Beim An- und Ausziehen ist darauf zu achten, dass das Sekret nicht über die Hände verteilt wird
  • Einmal aufgesetzt, sollte der Träger die Maske möglichst nicht berühren

Wie oft kann ich einen selbst genähten Schutz tragen?

Eine selbst hergestellte Maske könne problemlos öfter getragen werden, sagt Salzberger. Sie muss allerdings regelmäßig gewaschen werden.

Wie wasche ich meine Maske?

Selbst genähte Schutzmasken für Mund und Nase sollten regelmäßig gewaschen werden – bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel.

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von Simone Paul

Eine Alternative zur Waschmaschine: Statt die Maske alleine in der Trommel drehen zu lassen, rät Philipp Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Alltagsmasken kann man auch ohne Waschmaschine reinigen – etwa mit einem Stab in dem für Hände zu heißen Wasser mit 60 Grad drehen und drücken. Sobald es etwas ausgekühlt ist, richtig mit der Hand kneten und wringen. „Die Hitze und die Tenside der Waschmittel reichen schon, um das Coronavirus zu deaktivieren“, so Heldt. „Die Zugabe von zum Beispiel Alkohol ist nicht nötig.“

Alternativ wird von Virologen geraten, die Masken bei entsprechend hohen Temperaturen zu bügeln.

Darf ich die Maske beim Autofahren tragen?

Wer den Schutz auch hinter dem Steuer des Autos tragen will, muss darauf achten, dass man für andere noch klar erkennbar bleibt. Ansonsten droht ein Bußgeld von 60 Euro. Zudem darf die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt sein. (af mit Material der dpa)

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Schnellkredit der Staat bürgt

Sehr geehrte Damen und Herren,

am vergangenen Montag beschloss die Bundesregierung die Unterstützung des Mittelstandes durch einen KfW-Schnellkredit. Durch die 100-prozentige Haftungsfreistellung und den Verzicht auf die übliche Risikoprüfung wird sichergestellt, dass die Unternehmen möglichst schnell einen Kredit erhalten. Der Staat trägt das volle Risiko.

Die KfW-Schnellkredite der Bundesregierung umfassen folgende Maßnahmen:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis 25 % des Jahresumsatzes 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3 % mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 % durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Betroffene Unternehmen haben die Möglichkeit diesen Schnellkredit über die Hausbanken zu beantragen. Nach Genehmigung durch die EU-Kommission kann der Sofortkredit starten.

Falls Sie durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, können Sie mit diesem Programm auf schnelle Hilfe hoffen und die Liquidität Ihres Unternehmens kurzfristig verbessern.

Bei Fragen rund um das Thema Corona stehen wir von SCHOENBAU Ihnen gerne unter corona-info@schoenbau.de zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr SCHOENBAU-Team

Krise verpennt? Bundesregierung wurde bereits 2012 vor Pandemie gewarnt!!

Bild zu Jens Spahn, Gesundheitsminister, Bundesgesundheitsminister, Bundeskabinett, CDU, Sitzung
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn trägt Mit-Verantwortung für Versorgungsengpässe bei Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln in Deutschland im Zuge der Corona-Pandemie. Ein entsprechendes Risiko-Papier präsentierte die Bundesregierung bereits 2013.

Krise verpennt? Bundesregierung wurde bereits 2012 vor Pandemie gewarnt

Das Robert-Koch-Institut skizzierte auf Grundlage der Erfahrungen mit den Coronaviren SARS und MERS bereits 2012 ein Pandemie-Szenario. Es ist nun praktisch genau so eingetreten. Deutschland hätte genügend Zeit gehabt, sich darauf vorzubereiten.

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Vielen Bundesbürgern fällt angesichts der Coronakrise vor allen Dingen auf, dass es Deutschland als einem der reichsten Länder weltweit plötzlich an so elementaren Dingen wie Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln mangelt.

Es scheint, als sei die derzeitige Pandemie aus dem Nichts über das Land hergefallen. Die Warnung vor dem momentanen Ausnahmezustand aber ist bereits acht Jahre alt.

Bericht im ZDF über Risikoanalyse rüttelt viele Bürger wach

Das ZDF-Polit-Magazin „Frontal21“ berichtete am 24. März 2020 von einer wissenschaftlichen Analyse, die inzwischen auch in den sozialen Netzwerken die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Aus dem „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012“ geht hervor, dass die Bundesregierung seitdem von den Gefahren einer Pandemie wusste.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und weitere Behörden spielten das Szenario einer Pandemie durch. Es ging um eine theoretische Analyse, ausgehend von früheren Seuchengeschehen.

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Erfahrungen mit den Coronaviren SARS und MERS

In den Jahren 2002 und 2003 waren in 30 Ländern weltweit mehr als 8.000 Menschen an der Atemwegserkrankung SARS erkrankt. Knapp 800 Patienten starben.

2012 ging von der arabischen Halbinsel das Coronavirus MERS aus. Ende Februar 2020 waren der Weltgesundheitsorganisation WHO 2.519 Erkrankte und 866 Tote aufgrund einer Ansteckung mit dem MERS-Virus bekannt.

Am 3. Januar 2013 veröffentlichte der Bundestag das erwähnte Ergebnis zweier Risikoanalysen. Diese geben einen Überblick, welche Ereignisse mit welcher Wahrscheinlichkeit eintreten – und wie groß der zu erwartende Schaden ist.

„Außergewöhnliches Seuchengeschehen“ wurde vorhergesehen

Eine der Analysen bezieht sich auf eine Pandemie durch den Erreger „Modi-SARS“. Das Szenario beschreibe ein „außergewöhnliches Seuchengeschehen“, so der Bericht. In dessen Zuge käme es auch zu Versorgungsnot im medizinischen Bereich. „Die Industrie“ könne, so heißt es in dem Bericht von 2012, „die Nachfrage nicht mehr vollständig bedienen.“ Es entstünden „Engpässe“.

Thomas Rauch, Geschäftsführer des Verbands Hygiene und Oberflächenschutz, will erst im Gespräch mit dem „Frontal21“-Autoren Andreas Halbach von der Existenz des Papiers von 2012 erfahren haben. „Ich kannte es nicht. Davon bin ich überrollt worden.“ Den ersten Kontakt mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn habe es erst Mitte März 2020 gegeben.

Chinesen kauften Schutzausrüstung aus Deutschland zurück

Auch die Warnung Achim Theilers verhallte bei Spahn. Der Geschäftsführer der Franz Mensch Gmbh, eines des führenden Produzenten von Hygiene- und Schutzartikeln, schrieb am 5. Februar 2020 den Minister per E-Mail an. Darin wies er unter anderem darauf hin, dass 97 Prozent der Weltmarktproduktion von Hygiene- und Schutzartikeln aus China stamme. Von dort, wo das Coronavirus im Dezember 2019 ausbrach. Nun würden diese Artikel dort dringend benötigt und deshalb in Deutschland wieder aufgekauft.

Theiler forderte von der Bundesregierung, bezüglich der Ausstattung des medizinischen und des Pflegepersonals „vorzeitig“ zu planen. „Der Brand lief schon. Und man hat sich weiterhin mit dem Erklären des Brandes beschäftigt, anstatt darüber nachzudenken, wie man löscht.“

Das im Szenario von 2012 beschriebene „Modi-SARS“ ist hypothetisch, hat jedoch realistische Eigenschaften. Es handelt sich, wie beim nun aufgetretenen Sars-CoV-2, um ein Coronavirus.

Die Begründung für diese Annahme: „Die Wahl eines SARS-ähnlichen Virus erfolgte unter anderem vor dem Hintergrund, dass die natürliche Variante 2003 sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen gebracht hat.“

Spahn und Wieler haben sich getäuscht

Genau das erlebt im Frühjahr 2020 auch Deutschland. Dies hängt auch mit Fehleinschätzungen aus berufenem Mund zusammen. So sagte Prof. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, am 21. Januar 2020: „Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich das Virus nicht sehr stark auf der Welt ausbreitet.“

Eine Woche später stand Wieler an der Seite des Ministers Spahn, als dieser im Rahmen einer Pressekonferenz noch immer beruhigte: „Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch diese neue Atemwegserkrankung aus China bleibt nach unserer Einschätzung weiterhin gering.“

Dabei hatte drei Tage zuvor die Weltgesundheitsorganisation die Gefahr einer weltweiten Verbreitung des SARS-CoV-2 bereits als hoch eingestuft.

Im Bericht von 2012 heißt es, es sei „in der Praxis nicht vorhersehbar, welche neuen Infektionskrankheiten auftreten, wo sie vorkommen werden und wann dies geschehen wird.“

Trotzdem sagte Prof. Dr. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, im Bericht bei „Frontal21“, er sei „erstaunt. Ich hätte es mir gar nicht vorstellen können, dass wir tatsächlich so unvorbereitet sind.“ (hau/dpa)

In einer früheren Version dieses Artikels wurde der Halbsatz, „dass die Bundesregierung seitdem von der aktuellen Corona-Pandemie wusste“, geändert.

Weißes Haus befürchtet laut Prognose bis zu 240.000 Tote

Immer wieder hat der Präsident erklärt, das Coronavirus sei in den USA unter Kontrolle. Davon spricht er selber längst nicht mehr. Umgestimmt hätten ihn Prognosen mit Todeszahlen wie „in Weltkriegen“. Nun bereitet Trump die Amerikaner auf harte Zeiten vor. Das Weiße Haus geht in einer Prognose von bis zu 240.000 Toten aus. (Teaserbild: imago images/UPI Photo)