Erste Studienergebnisse Corona-Wirkstoff Remdesivir

Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Eine Ampulle des Medikamentes Remdesivir.© Ulrich Perrey/dpa-POOL/dpa Eine Ampulle des Medikamentes Remdesivir.Remdesivir gilt als Hoffnungsträger bei der Suche nach Mitteln zur Behandlung von Covid-19, schon früh starteten Studien zur Wirksamkeit der Substanz. Nun liegen erste Ergebnisse vor.Über den Corona-Impfstoff Remdesivir wurde bereits viel berichtet. Jetzt zeigte sich in einer neuen US-Studie, dass der Wirkstoff die Behandlungsdauer von Covid-19-Patienten verkürzen kann.

Das Problem: Der Impfstoff ist in keinem Land der Welt bisher zugelassen.

Verschiedene Studien, verschiedene Meinungen

Die Ergebnisse der Untersuchung seien sehr positiv zu bewerten, sagte der Immunologe und Chef des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (NIAID) der USA, Anthony Fauci am Mittwoch (Ortszeit).

Eine im Fachmagazin ‚The Lancet‘ vorgestellte chinesische Studie kommt hingegen zu dem Schluss, dass sich der Zustand der Patienten mit Remdesivir nicht wesentlich verbessert. Aus Patientenmangel wurde diese Studie allerdings frühzeitig abgebrochen.

Laut Fauci, ein Berater von US-Präsident Donald Trump, hat Remdesivir eine „signifikante positive Wirkung bei der Verringerung der Zeit bis zur Genesung“ gezeigt.

Die klinische Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern sei mit Kontrollgruppen durchgeführt worden, die Datenerhebung hätten unabhängige Experten begleitet.

Die Resultate müssten aber noch unabhängig geprüft und veröffentlicht werden. Die Hinweise auf eine deutlich kürzere Krankheitsdauer seien jedenfalls vielversprechend.

Früher Therapiebeginn mit Remdesivir erhöht Heilungschance

Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19, die in Krankenhäusern Remdesivir bekamen, waren laut Fauci nach durchschnittlich elf Tagen wieder genesen, die Patienten der Kontrollgruppe erst nach 15 Tagen.

Damit seien jedoch nicht alle Probleme gelöst, sagte Fauci während eines Treffens im Büro von Präsident Trump weiter. Zwar sei auch die Sterblichkeitsrate etwas geringer gewesen, dieses Ergebnis sei aber bislang nicht statistisch signifikant.

In die chinesische Studie wurden 237 Patienten aus zehn Krankenhäusern in Wuhan eingeschlossen, dem Ursprungsort der Pandemie. 158 bekamen Remdesivir, 79 ein wirkungsloses Scheinmedikament.

Die Forscher stellten keinen statistisch bedeutsamen Einfluss auf die Krankheitsdauer oder die Sterberate fest. Neben dem vorzeitigen Abbruch der Studie weisen sie allerdings auf eine weitere Schwächen der Studie hin: Die meisten ihrer Patienten waren erst recht spät im Krankheitsverlauf mit Remdesivir behandelt worden.

Ein früherer Therapiebeginn verbessere die Behandlungsergebnisse womöglich.

Einschätzung europäischer Experten

Man dürfe nicht auf hochwertige Forschung zu Wirkstoffen verzichten, die in ersten Behandlungsversuchen erfolgversprechend waren, betont der britische Medizinstatistiker John Norrie von der University of Edinburg in einem begleitenden Kommentar zu der Studie.

„Das ist eine besondere Herausforderung inmitten einer Pandemie, die Versuchung ist groß, die Schwelle für überzeugende Beweise zu senken.“

Man müsse es vermeiden, unwirksame und möglicherweise gefährliche Maßnahmen einzusetzen, weil dies mehr schade als nutze und klinische Studien zu wirklich wirksamen Mitteln erschwere.

Deutschland begrüßt den Einsatz des Impfstoffs

Nach Ansicht deutscher Experten sind die Ergebnisse der US-Studie ausreichend belastbar. Es seien genügend Patienten untersucht worden; unter Therapie mit Remdesivir seien sie früher aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagt etwa Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing.

„Somit sind wesentliche Endpunkte der Studie erreicht worden, so dass an einer raschen Zulassung der Substanz aus meiner Sicht wenig Zweifel bestehen dürfte.“

Auch Gerd Fätkenheuer von der Uniklinik Köln, Leiter einer klinischen Prüfung von Remdesivir (GS-5734) bei Patienten in Deutschland, rechnet aufgrund der positiven Ergebnisse mit einer baldigen Zulassung.

Was ist Remdesivir genau?

Remdesivir wurde ursprünglich gegen das Ebolavirus entwickelt und zeigte in Laborversuchen einige Wirksamkeit gegen Sars-CoV-2. In Zellversuchen stoppte es die Vermehrung des Virus, in Tierversuchen wirkte es gegen andere Coronavirus-Infektionen wie Sars und Mers. Remdesivir ist bislang in keinem Land der Welt zugelassen.

Die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) sei derzeit in Gesprächen mit dem Arzneimittelhersteller Gilead, um Remdesivir rasch für Patienten in Krankenhäusern verfügbar zu machen, sagte Fauci.

Eine formelle Zulassung des Medikaments dauere jedoch noch wesentlich länger und erfordere weitere Studien.

Trump sagte am Mittwochabend (Ortszeit) auf die Frage, ob er sich von der Behörde einen beschleunigten Zulassungsprozess für das Mittel wünsche, er wolle, dass man so schnell wie möglich vorangehe. „Wir wünschen uns sehr schnelle Genehmigungen.“

Das Biotech-Unternehmen Gilead erklärte in einer Pressemitteilung, man sei sich der „positiven Daten“ aus der klinischen Studie bewusst, die Kommunikation liege aber beim NIAID.

Wohlstand preisgeben.

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Ja, ja Herr Steinmeier, diese Aussage ist wohl nicht ganz richtig, Sie oder auch die, die mehr als Ausreichend besitzen, werden im Verhältnis zum normalen Arbeitnehmer relativ (wie Einstein sagte) wenig einbüßen.

Der Normale Bürger wird hingegen sehr, sehr viel verlieren. vielleicht ist es ja so gewollt?

Bild zu Coronavirus - Videobotschaft des Bundespräsidenten
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht im Schloss Bellevue bei der Aufzeichnung einer Videobotschaft.

Steinmeier: Können uns aus wirtschaftlichem Tal wieder herausarbeiten

In seiner Ansprache prognostiziert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schwere Zeiten für Deutschland. Er betont aber auch optimistisch zu bleiben.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger auf wirtschaftlich schwierige Zeiten angesichts der Corona-Krise vorbereitet, sich aber mit Blick auf einen Aufschwung im Anschluss optimistisch gezeigt. In seiner neuen Videobotschaft rief er zu Solidarität auch in der Wirtschaft auf und warnte zugleich davor, die Risiken der Krise zu unterschätzen.

Steinmeiers Prognose: „Wohlstand preisgeben“

„Die Zeit wird nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wir werden einiges von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand preisgeben“, sagte Steinmeier. „Aber wir sind und wir bleiben eine starke Volkswirtschaft – mit Millionen Menschen, die weiter anpacken oder wieder loslegen wollen. So wie wir das Virus gemeinsam besiegen werden, so werden wir uns mit Fleiß und Klugheit auch aus dem wirtschaftlichen Tal gemeinsam wieder herausarbeiten.“

Nicht alle Menschen und nicht alle Branchen in der Wirtschaft treffe die Krise gleich, sagte der Bundespräsident. „Homeoffice ist vielleicht nicht das, was sich die meisten wünschen – aber es ist ganz gewiss etwas anderes, als mit 60 Prozent seines Gehalts in Kurzarbeit zu gehen oder gar ohne Arbeit dazustehen.“ Und in der Wirtschaft wüssten insbesondere viele Kleinunternehmer, Gastwirte, Hoteliers, Freiberufler und Kulturschaffende oft nicht, wie lange sie noch durchhalten könnten.

Steinmeier lobte, dass es in der Wirtschaft viele Beispiele von Hilfsbereitschaft für diejenigen gebe, die in Schwierigkeiten gerieten. „Ich wünsche mir, dass diejenigen von uns, die glimpflich durch diese Krise kommen, auch weiterhin bereit sind, jene zu unterstützen, die wegen Corona wirtschaftlich in schwerem Fahrwasser sind.“

„Risiken nicht ignorieren und Schwierigkeiten nicht kleinreden“

Steinmeier betonte, die Krise treffe unsere Gesellschaft hart, sie werde noch eine ganze Weile dauern. „Wir dürfen Risiken nicht ignorieren und zu erwartende Schwierigkeiten nicht kleinreden. Jetzt ist nicht die Zeit, um die Lage schönzureden. Aber es ist auch nicht die Zeit für schwärzeste Katastrophenszenarien.“

Deutschland erlebe jetzt, wie „kraftvoll“ der Staat handeln könne, sagte Steinmeier. Er habe ein starkes Netz gespannt, um möglichst viele aufzufangen, denen der wirtschaftliche Absturz drohe. Dies sei eine Solidarität, „die es in der Geschichte der Bundesrepublik in diesem Umfang noch nicht gegeben hat“, sagte der Bundespräsident. „Klar, manchmal hakte es am Anfang noch. Aber mancher in Not geratene Unternehmer konnte in den vergangenen Wochen kaum glauben, wie schnell und unbürokratisch unser Staat Hilfe leisten kann.“ © dpa

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