Rekord-Bayern setzen sich ab

Rekord-Bayern setzen sich ab

09.11.2013, 20:14 Uhr | sid

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Der FC Bayern freut sich über den neuen Liga-Rekord. (Quelle: dpa)

Der FC Bayern freut sich über den neuen Liga-Rekord. (Quelle: dpa)

In der Münchner Arena waren knapp 72 Minuten gespielt, da rückte der souveräne Rekord-Auftritt des FC Bayern gegen den FC Augsburg in den Hintergrund und das nahende Top-Duell mit Borussia Dortmund in den Fokus. Als die Regie auf den beiden Anzeigetafeln das 2:1 des früheren Bayern-Profis Ivica Olic gegen den BVB anzeigte, brandete großer Jubel auf, lauter als bei den drei Toren der Münchner beim mühelosen 3:0 (2:0) gegen den FCA.

Fans, Mannschaft und Verantwortliche der Bayern fiebern jetzt dem Spitzenspiel am 23. November entgegen, in das der Titelverteidiger dank Olic mit einem Vier-Punkte-Vorsprung geht. „Dortmund wird ein guter, guter Test für uns, für unser Niveau“, sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola, der gleich für zwei Bestmarken verantwortlich zeichnete. Mit 37 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage überbot der Meister den fast 31 Jahre alten Rekord des Hamburger SV, und Guardiola selbst ist mit 32 Punkten aus zwölf Spielen der beste Trainer-Neuling der Historie.

Hoeneß sprach vom „deutschen Clasico“

„Es läuft gut, es macht Spaß, alle sind zufrieden und glücklich“, fasste der wieder einmal überragende Franck Ribery die Gemütslage der Münchner zusammen. „Jetzt hoffen wir, dass noch ein paar Spiele dazukommen.“ Spiel Nummer 38 kommt nach der Länderspielpause beim BVB. Der Respekt vor der Borussia ist groß bei den Bossen. Präsident Uli Hoeneß sprach vom „deutschen Clasico“, während Guardiola meinte, der BVB spiele „unglaublich“ guten Fußball. Besonders beeindruckt hat ihn offenbar Marco Reus, den er eigens erwähnte. Außerdem sprach er von einem „unglaublichen Stürmer“, wohl Robert Lewandowski. Der BVB verteidige überdies „immer korrekt“ und sei eine „starke Kontermannschaft“.

Seine Spieler scheinen weniger beeindruckt. Ribery nannte den Verfolger zwar den „härtesten Konkurrenten“ im Kampf um den Titel, fügte aber siegessicher an: „Wir wissen, dass wir den Vorsprung auf sieben Punkte ausbauen können und wollen da gewinnen“. Kollege Toni Kroos ergänzte ebenso selbstbewusst: „Wir wollen dafür sorgen, dass der Abstand noch größer wird.“ Und der frühere BVB-Star Mario Götze sprach von einer „großen Chance“ und fügte wie selbstverständlich hinzu: „Jetzt wollen wir auch da drei Punkte holen!“

Götze warnt

Götze gab allerdings zu bedenken, dass sein ehemaliger Klub nach den beiden Niederlagen gegen den FC Arsenal und Wolfsburg besonders heiß darauf sein wird, zurück in die Erfolgsspur zu kommen. „Da will man noch mehr, es wird schwer für uns“, meinte er. Recht leicht war es indes gegen den harmlosen FCA. Guardiola war zwischenzeitlich so gelöst, dass er den Vierten Offiziellen umarmte, als der ihn zurück in die Coachingzone verwies (77.). Treffer von Jerome Boateng (4.), Ribery (42.) und Thomas Müller (90. Handelfmeter) sicherten vor 71.000 Fans den nie gefährdeten zehnten Sieg und damit die 37-Spiele-Bestmarke.

„Das ist was Besonderes, immerhin stand der Rekord über 30 Jahre“, sagte Kapitän Philipp Lahm nach einem „sehr, sehr schönen Wochenende für uns. Wir sind richtig gut drauf, die Ausgangslage ist gut. Unser Ziel ist es, die Rekorde und den Vorsprung auszubauen.“ Sollte das beim BVB gelingen, droht der Liga Langeweile. „Dann wäre es schwer, uns einzuholen“, sagte Lahm

Torwart Leno beibt in Leverkusen

Torhüter Leno verlängert in Leverkusen

08.11.2013, 13:16 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Vertragsverlängerung: Keeper Bernd Leno bekennt sich zu Bayer Leverkusen. (Quelle: imago/Uwe Kraft)

Vertragsverlängerung: Keeper Bernd Leno bekennt sich zu Bayer Leverkusen. (Quelle: imago/Uwe Kraft)

Bundesligist Bayer Leverkusen hat den bis 2017 gültigen Vertrag mit Bernd Leno vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Der deutsche U21-Nationaltorhüter unterschrieb wenige Tage nach seiner Weltklasse-Leistung in der Champions League im Beisein von Bayer 04-Geschäftsführer Michael Schade und Sportchef Rudi Völler einen neuen Vertrag. Leverkusen hat damit den zweiten Leistungsträger nach Lars Bender (2019) auf viele Jahre an sich gebunden.

„Bayer 04 Leverkusen hat mich vor zwei Jahren als 19-jährigen Drittliga-Torwart zur Nummer eins bei einem Champions League-Teilnehmer gemacht. Dieser absolute Vertrauensbeweis hat mich damals sehr stark beeindruckt, ich bin dem Verein dafür außerordentlich dankbar“, sagte Leno.

Zudem lobte Leno die Personalpolitik der Werkself. „Dass gerade erst ein Spieler wie Lars Bender für lange Zeit unterschrieben hat, ist ein deutliches Zeichen auch an die anderen Jungs“, sagte er. „Mit diesem Team lässt sich noch viel erreichen.“

„Einer der besten Torhüter Deutschlands“

„Wir haben uns bereits seit längerer  Zeit intensiv um Bernds vorzeitige Vertragsverlängerung bemüht“, freute sich Völler. „Der Junge ist einer der besten Torhüter Deutschlands.“

Es ist anzunehmen, dass mit der vorzeitigen Ausweitung eine deutliche Gehaltserhöhung für den 21-Jährigen einhergeht. Bayer hatte Leno 2011 für mehr als sieben Millionen Euro vom VfB Stuttgart verpflichtet. Er überzeugte während der Verletzung von René Adler so sehr, dass Bayer den Nationaltorhüter ablösefrei zum Hamburger SV ziehen ließ und auf Leno setzte. Der rechtfertigte das Vertrauen, zuletzt rettete er das wichtige 0:0 bei Schachtjor Donezk am Dienstag fast im Alleingang.

Zuletzt war über einen Wechsel des jungen Keepers spekuliert worden. So soll Leno auf dem Zettel englischer Topklubs gestanden haben, auch von einem Interesse des FC Schalke 04 war die Rede gewesen.

Braunschweig erkämpft in Hannover einen Punkt

Braunschweig erkämpft in Hannover einen Punkt

08.11.2013, 22:25 Uhr | FUSSBALL.DE

Braunschweigs Dennis Kruppke (li.) im Laufduell mit Hannovers Leon Andreasen. (Quelle: dpa)

Braunschweigs Dennis Kruppke (li.) im Laufduell mit Hannovers Leon Andreasen. (Quelle: dpa)

Jede Menge Pyrotechnik auf den Rängen, aber kein Fußball-Feuerwerk auf dem Rasen: Hannover 96 ist im Hochrisiko-Spiel gegen Eintracht Braunschweig nicht über 0:0 hinausgekommen und wartet nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg. Im ersten Erstliga-Derby der niedersächsischen Rivalen seit 37 Jahren zeigten beide Teams Magerkost und sorgten für das 1000. torlose Remis in der Bundesliga-Geschichte. Aufsteiger Braunschweig verließ durch das Unentschieden vor 47.200 Zuschauern in der ausverkauften HDI Arena immerhin zumindest für eine Nacht den letzten Tabellenplatz, Nürnberg hat jetzt die Rote Laterne.

Rund um das aufgeladene Duell der beiden Nachbarn herrschte im Umfeld des Stadions nach Angaben der Polizei eine sehr aufgeheizte Stimmung. Es kam auch zu Ausschreitungen zwischen Fans und Polizei.

Im Stadion fielen beide Fanlager durch das Abbrennen von Pyrotechnik negativ auf, der Stadionsprecher musste die Anhänger beider Klubs immer wieder ermahnen. „Das ist vollumfänglich abzulehnen und sehr bedauerlich“, sagte Hannovers Präsident Martin Kind in der Halbzeitpause im Pay-TV-Sender Sky. Er forderte die große Mehrheit der Zuschauer auf, ihr Schweigen zu brechen und etwas gegen die Chaoten zu unternehmen. Beide Klubs hatten im Vorfeld in zahlreichen Aktionen an die eigenen Anhänger appelliert.

Rückkehr von Diouf sorgt für Schwung

So extrem wie zwei Wochen zuvor beim Revier-Derby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund wurde es wohl auch dank dieser Initiativen nicht. Die Begegnung hatte vor zwei Wochen wegen des Abfeuerns von Leuchtraketen erst mit einigen Minuten Verspätung beginnen können.

Bundesliga – 12. Spieltag

Sportlich übernahmen die zuletzt kriselnden Gastgeber von Beginn an das Kommando. 96-Coach Mirko Slomka konnte wieder auf Stürmer Mame Diouf zurückgreifen, der beim 2:3 in Bremen in der Vorwoche noch gesperrt war. Der Senegalese belebte das Angriffsspiel der Hausherren deutlich. Die erste gute Gelegenheit bot sich jedoch Andre Hoffmann, der nach einem Eckball per Kopfball an Braunschweigs Torhüter Daniel Davari scheiterte (9. Minute).

Davari vertändelt den Ball

Die Eintracht beschränkte sich indes ausschließlich auf die Sicherung des eigenen Tores. Mit sieben Defensivspielern versuchten die Gäste, den 96ern jeglichen Raum zum kombinieren zu nehmen und hatten damit Erfolg. Hannover war zwar klar feldüberlegen und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Bis auf einen Kopfball von Diouf brachte 96 aber offensiv nicht viel zustande, weil der letzte Pass fehlte.

Im Spiel nach vorne konnten die Braunschweiger allerdings keinerlei Akzente setzen. Das Fehlen von Karim Bellarabi, der kurz vor dem Spiel wegen Leistenbeschwerden passen musste, machte sich deutlich bemerkbar. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Eintracht-Keeper Davari dann für den größten Aufreger der ersten Halbzeit. Der 25-Jährige vertändelte an der Strafraumgrenze den Ball gegen Edgar Prib, hatte aber Glück, dass der Mittelfeldspieler daraus kein Kapital schlagen konnte.

Pocognoli scheitert aus der Distanz

Nach dem Seitenwechsel dauerte es eine Viertelstunde, ehe die Gastgeber wieder etwas durchschlagskräftiger wurden. Der Belgier Sebastien Pocognoli verfehlte mit einem Fernschuss das Braunschweiger Tor nur knapp (59.), wenig später vergab Diouf. Doch wie schon in den vergangenen Woche fehlte es den Hausherren an spielerischen Mitteln. Am Ende jubelten nur die Braunschweiger über einen verdienten Punkt.

Leverkusen verzockt sich in Braunschweig

Leverkusen verzockt sich in Braunschweig

03.11.2013, 09:03 Uhr | FUSSBALL.DE

Hochnäsigkeit kommt vor dem Fall. Herzlcihen Glückwunsch Trainer (Träne) Sami Hyypiä

So etwas kann jedem passieren, aber keinem, der vorgibt Ahnung zu haben.

www.ichbindafuer.com   weiter so……………….

Verkorkster Spieltag für Stefan Kießling und seine Kollegen. (Quelle: AP/dpa)

Verkorkster Spieltag für Stefan Kießling und seine Kollegen. (Quelle: AP/dpa)

Es war nicht der Spieltag von Bayer Leverkusen: 0:1 bei den bisher zuhause sieglosen Braunschweigern verloren, während die Konkurrenz aus München (2:1 in Hoffenheim) und Dortmund (6:1 gegen Stuttgart) davonzog. „Eine schlechte Leistung und ein schwarzes Wochenende für uns“, sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler zerknirscht: „Nicht nur, weil wir verloren haben. Alle anderen haben ja auch gegen uns gespielt.“

Schuld daran war auch die gewagte Aufstellung der Leverkusener. Bayer-Coach Sami Hyypiä verzichtete zunächst auf Lars Bender und sein Offensiv-Trio Heung-Min Son, Sidney Sam sowie Stefan Kießling. In drei Tagen steht das wichtige Champions-League-Spiel bei Schachtjor Donezk an.

Derdiyok und Kruse ohne Bindung

Statt dem Torschützenkönig der vergangenen Saison und seinen bewährten Kollegen dürften Jens Hegeler, Eren Derdiyok und Robbie Kruse ran. Die drei neuen Offensiven fanden aber kaum Bindung zum Spiel. Vor allem Derdiyok und Kruse nutzten ihre Bewährungschance nicht und blieben komplett harmlos.

Doch auch die anderen Bayer-Akteure wirkten im Spiel nach vorne oftmals lethargisch. Die Hereinnahme von Lars Bender, der zu allem Überfluss noch kurz vor Schlusspfiff mit Gelb-Rot vom Platz musste, änderte nichts am blutleeren Auftritt von Bayer.

Hyppiä: „Ich stehe hinter meiner Entscheidung“

Hyppiä verteidigte seine Maßnahmen nach der Partie. „Ich stehe hinter meiner Entscheidung“, sagte der Trainer zur Aufstellung: „Im Nachhinein ist man immer schlauer.“ Stattdessen bemängelte er die Einstellung seiner Spieler. „Braunschweig hat heute mehr Willen gezeigt“, analysierte der Finne.

Dass die Leverkusener den Aufsteiger vielleicht doch unterschätzt haben, wollte der Trainer aber nicht bejahen. Klar ist, dass Bayer angesichts der Aufgaben in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League mit derselben Elf alle nicht Pflichtspiele bestreiten kann. Doch während die Kollegen in München und Dortmund teilweise Weltklassespieler von der Bank bringen können, ist sich der Kader der Leverkusener in der Breite wesentlich dünner besetzt.

Dass man dabei auf einen Stürmer wie Derdiyok bauen muss, der in den letzten eineinhalb Jahren mehr mit sich selbst als mit dem Gegner zu kämpfen hatte, spricht Bände.

Aus dem Dreikampf wird ein Duell

Durch die Pleite von Bayer zeichnet sich an der Spitze der Tabelle statt dem Dreikampf zumindest vorübergehend ein Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund ab.

Ob die Werkself, die einen famosen Saisonstart hingelegt hat und bisher teilweise fantastische Partien abgelieferte, den Spagat zwischen den drei Wettbewerben weiterhin hinbekommt, wird spannend zu sehen sein.

Guardiola FC Bayern

Guardiola: „Ich muss mein Konzept korrigieren“

03.11.2013, 09:22 Uhr | FUSSBALL.DE

Was man nicht hat, kann man nicht korrigieren.

www.ichbindafuer.com  FC Bayern wird auch kein Meister, es sind zuviel Einzelkönner da.

Die Mannschaft braucht Indianer — Keine Häuptlinge —- es sich zuviele Häuptlinge da.

Pep Guardiola sieht noch ein hartes Stück vor sich. (Quelle: imago\CTK Photo)

Pep Guardiola sieht noch ein hartes Stück vor sich. (Quelle: CTK Photo/imago)

Den Uralt-Liga-Rekord des HSV eingestellt, mit 29 von 33 möglichen Punkten Tabellenführer: Eigentlich müsste der neue Bayern-Trainer Pep Guardiola mehr als zufrieden sein. Doch der Spanier lässt sich von den Erfolgen nicht blenden. Gerade das mühevolle 2:1 bei der TSG 1899 Hoffenheim hatte ihm vor Augen geführt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Und das hat Konsequenzen.

„Ich muss mein Konzept korrigieren“, kündigte Guardiola in der Pressekonferenz nach dem Spiel an. Denn für ihn ist klar: „Wir müssen uns verbessern, um die Bundesliga zu gewinnen.“

Denn die Bayern spüren den Atem von Borussia Dortmund im Nacken. Die Westfalen haben gerade einmal einen Punkt weniger als der Rekordmeister vorzuweisen. Jeder kleiner Patzer – so hat es zumindest derzeit den Anschein – könnte im Kampf um den nationalen Titel einen herben Rückschlag darstellen.

Neues Konzept erst den Spielern vorstellen

Und in drei Wochen kommt es zum Gipfeltreffen in Dortmund. Den großen Konkurrenten lobte der Bayern-Trainer in höchsten Tönen: „Die Dortmunder haben derzeit eine der besten Mannschaften der Welt. Es wird eine große Herausforderung für uns, dort zu gewinnen.“

Was Guardiola genau machen wolle, „werde ich aber erst meinen Spielern erklären“. Ein wenig ließ er sich dann doch in die Karten schauen. „Es geht um taktische Dinge“, verriet der Coach

Dortmund fegt über Stuttgart hinweg, Dortmund – Stuttgart = 6 : 1

Dortmund fegt über Stuttgart hinweg

01.11.2013, 22:35 Uhr | dpa, FUSSBALL.DE

Robert Lewandowski (2. v. li.) feiert mit seinen Mannschaftkollegen. (Quelle: Reuters)

Robert Lewandowski (2. v. li.) feiert mit seinen Mannschaftkollegen. (Quelle: Reuters)

Wir sagen jetzt schon: DEUTSCHER MEISTER  =  Borussia Dortmund.

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Borussia Dortmund bleibt in der Bundesliga weiter auf Erfolgskurs. Die Mannschaft von Jürgen Klopp setzte sich zum Auftakt des elften Bundesliga-Spieltages mit 6:1 (2:1) gegen den VfB Stuttgart durch. Karim Haggui (13.) hatte die Schwaben zunächst in Führung gebracht, ehe Sokratis (19.), Marco Reus (22.), Robert Lewandowski (54., 56., 72.) und Pierre-Emerick Aubameyang (81.) die Partie vor 80.645 im ausverkauften Signal Iduna Park drehten.

Ähnlich wie beim legendären 4:4 im März 2012 lieferten sich beide Mannschaften zum Vergnügen der Fans einen sehenswerten Schlagabtausch, in dem der BVB spätestens nach dem überraschenden Rückstand die Regie übernahm. Damit erhöhten die Schwarz-Gelben ihr Punktekonto auf 28 und machten den besten Saisonstart seit dem Meisterjahr 2010/11 perfekt.

Vor allem Henrich Mchitarjan setzte in der Offensive Akzente und führte wie in der Vorwoche beim 3:1-Sieg auf Schalke glänzend Regie. Die in Dortmund zuvor letztmals im September 2008 geschlagenen Stuttgarter versteckten sich zwar nicht, waren aber spätestens nach dem 1:3 chancenlos.

Dortmund beginnt mit viel Schwung

Mit schwungvollen Angriffen machten die Dortmunder von Beginn schnell klar, wer Herr im Hause ist. Ein Blackout von VfB-Kapitän Christian Gentner, der den Ball vor dem eigenen Strafraum Reus in die Füße gespielt, hätte den Borussen beinahe schon in der 4. Minute die Führung beschert, doch der Nationalspieler ließ sich abdrängen. Als die meisten im Stadion mit einem frühen 1:0 des BVB rechneten, schlugen auf der Gegenseite überraschend die Gäste durch Haggui zu.

Bundesliga – 11. Spieltag

Der Tunesier, der für Georg Niedermeier ins Team gerückt war, traf nach einem Eckball von Alexandru Maxim per Kopfball-Aufsetzer über den auf der Linie postierten Nuri Sahin hinweg zur Führung für den VfB. BVB-Keeper Roman Weidenfeller hatte in seinem 300. Bundesligaspiel keine Chance einzugreifen. Doch die Westfalen zeigten sich keineswegs geschockt und schlugen prompt durch Sokratis zurück.

Der Grieche erwischte einen Eckball von Sahin mit dem Kopf und traf zum 1:1. Nur drei Minuten später rückte Reus die Verhältnisse zur Freude der Dortmunder Fans endgültig wieder zurecht. Der Dribbelkünstler setzte sich auf der linken Seite gegen vier VfB-Spieler entschlossen durch und vollendete sein Solo mit einem unhaltbaren Schuss in die lange Ecke.

Meyer will Elfmeter pfeifen, ändert aber seine Meinung

Für Aufregung sorgte eine Szene in der 42. Minute, als Timo Werner nach einem tollen Alleingang von Kevin Großkreutz gerempelt wurde und im Dortmunder Strafraum spektakulär zu Boden ging. Schiedsrichter Florian Meyer wollte schon Elfmeter pfeifen, ließ sich von seinem Assistenten aber per Funk umstimmen und setzte die Partie mit Schiedsrichterball fort. „Da kannst du schon Elfmeter geben“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic zur Pause im TV-Sender Sky.

Ein Doppelschlag durch Lewandowski innerhalb von 68 Sekunden beseitigte nach Wiederbeginn alle Zweifel am Dortmunder Sieg. Zunächst verwertete der Pole reaktionsschnell ein Hacken-Zuspiel von Reus, dann schüttelte er nach Mchitarjans Musterpass in die Spitze zwei Gegenspieler ab und vollendete zum 4:1. Nachdem Ulreich ein Geschoss von Landsmann Blaszczykowski an die Latte lenken konnte, staubte Lewandowski mit seinem dritten Tor zum 5:1 ab, ehe Aubameyang den Schlusspunkt setzte.