Bender: „Es ist ein Traum kaputt gegangen“

Nach WM-Aus

Bender: „Es ist ein Traum kaputt gegangen“

23.05.2014, 23:12 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Lars Bender: "Es ist ein Traum kaputt gegangen". Die deutsche Nationalmannschaft muss bei der WM-Endrunde in Brasilien ohne Lars Bender auskommen. (Quelle: dpa)

Die deutsche Nationalmannschaft muss bei der WM-Endrunde in Brasilien ohne Lars Bender auskommen. (Quelle: dpa)

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Beim Geheimtraining endete der WM-Traum von Lars Bender. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler zog sich im DFB-Trainingslager in Südtirol eine schwerwiegende Oberschenkelverletzung zu. Tief enttäuscht reiste Bender umgehend aus dem DFB-Quartier Hotel Andreus in St. Martin ab. „Es ist ein Traum kaputt gegangen. Ich muss das erstmal verarbeiten“, sagte der 17-malige Nationalspieler nun der „Bild-Zeitung“.

„Ich kann noch nicht sagen, wie ich das verarbeite. Ich brauche erst mal ein paar Tage Ruhe und Abstand“, kommentierte Bender sein WM-Aus. Besonders bitter: Der Leverkusener verpasst durch die Verletzung seine erste WM-Endrunde. „Für mich geht eine Nummer kaputt, auf die ich mich ewig vorbereitet habe, auf die ich mich ewig gefreut habe.“

Die Abreise von Bender schmerzte auch Joachim Löw. „Wenn so kurz vor einem Turnier ein Spieler verletzungsbedingt ausfällt, dann ist das für alle enttäuschend. Für Lars tut es mir persönlich sehr leid, ich weiß, er wollte in Brasilien unbedingt dabei sein. Sportlich und charakterlich ist er ein absolutes Vorbild“, sagte der Bundestrainer. Löws Vorvorgänger Rudi Völler, Sportchef bei Benders Verein Leverkusen, sagte dem „Express“: „Für Lars ist ein Kindheitstraum zerplatzt. Aber ich bin mir sicher, dass er noch stärker zurückkommen und das eine oder andere große Turnier für Deutschland bestreiten wird

Lars folgt seinem Bruder in den Krankenstand

Dass der Leverkusener gleich mehrere defensive Positionen ausfüllen kann, macht den WM-Ausfall für Löw besonders bitter. Durch Benders Verletzung hat sich das defensive Mittelfeld der deutschen Nationalelf endgültig in ein personelles Notstandsgebiet verwandelt. Denn hinter den Leitwölfen Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger stehen nach wie vor große Fitness-Fragezeichen. Und Philipp Lahm, der ins Mittelfeld vorrücken könnte, ist ebenfalls noch am Sprunggelenk verletzt. Somit ist Toni Kroos aktuell die einzige gesunde Fixgröße.

Eine „kombinierte Muskel-Sehnen-Verletzung im oberen Bizepsanteil des rechten Oberschenkels“ – so das medizinische Bulletin – stoppte den Leverkusener, der damit seinem Zwillingsbruder Sven in den Krankenstand folgt. Der BVB-Spieler hatte schon vor Wochen nach einer Schambeinentzündung seine vagen WM-Hoffnungen aufgeben müssen. Den ersten gemeinsamen WM-Auftritt kann es somit erst 2018 in Russland geben, für die 25 Jahre alten Zwillinge ein durchaus realistisches Ziel. Den Wunsch eines gemeinsamen Länderspiels von Beginn an hatten sich die Benders im Mai vergangenen Jahres in Washington beim 3:4 gegen die USA erfüllt.

Das Verletzungspech hatte für Lars Bender schon beim Bundesliga-Finale von Leverkusen gegen Werder Bremen (2:1) begonnen, als er in der 45. Minute nach einem Pferdekuss vom Platz musste. Zwar wurde nur eine Oberschenkelprellung diagnostiziert, beim jüngsten Länderspiele gegen Polen (0:0) aber saß er nur auf der Tribüne. Das erste Balltraining in Südtirol hatte Lars Bender noch ohne Probleme absolviert, das zweite nicht mehr. Die neue Verletzung habe nichts mit der alten zu tun, versicherte der DFB.

Niedrige Zinsen: Kommt nun der Bailout für die Lebensversicherungen?

Niedrige Zinsen: Kommt nun der Bailout für die Lebensversicherungen?

Der IWF schlägt Alarm: Die niedrigen Zinsen bedrohen die Lebensversicherungen. Die Truppe von Christine Lagarde schlägt daher vor, die Politik solle die Versicherer retten. Weil den Versicherten massive Verluste drohen, könnte nun der Bailout kommen: Eine Umverteilung ist auf der ersten Blick weniger brutal als der glatte Diebstahl.

 

IWF-Chefin Christine Lagarde empfiehlt Angela Merkel, wie man die deutschen Steuergelder sinnvoll nutzen kann. (Foto: dpa)

IWF-Chefin Christine Lagarde empfiehlt Angela Merkel, wie man die deutschen Steuergelder sinnvoll nutzen kann. (Foto: dpa)

Die Senkung der Einlagezinsen der EZB seit November letzten Jahres auf Null Prozent hatte keinerlei Effekte auf die Kreditvergabe an Unternehmen in der Peripherie der Eurozone. Doch nun will die Zentralbank den Einlagezins unter die Null-Prozent-Marke absenken. Daraus werden dann Negativ-Zinsen. In der Folge trifft dies neben den Sparguthaben auch die Lebensversicherungen.

In der ersten Juni-Woche, kurz nach den Europa-Wahlen will die EZB ein Bündel von Maßnahmen beschließen: Gegen die niedrige Inflation in der Euro-Zone, eine Verbesserung der Kreditvergabe der Banken an Unternehmen in der Peripherie, sowie eine Laufzeitverlängerung der LTRO-Maßnahmen für die Banken (eine Billion Euro, wovon bisher etwa die Hälfte an die EZB zurückgeflossen ist) auf ein weiteres Jahr bis 2016.

Des Weiteren kommt für die EZB eine Senkung der Leitzinsen von derzeit 0,25 Prozent (der Zinssatz für Banken, die sich Kapital von der EZB leihen) auf 0,15 oder 0,1 Prozent in Betracht.

Seit November steht der Einlagezinssatz (Vergütung der Geschäftsbanken, wenn sie bei der EZB ihr Geld „parken“) bei Null Prozent. Zu einer verbesserten Kreditvergabe an Unternehmen in den Krisenländern haben bekanntlich weder die Leitzinssenkung noch die Absenkung des Einlagezinssatzes geführt.

Von der Geldpolitik der EZB profitieren in Deutschland einzig die Aktienbörsen und Immobilienkäufer.

Die Kürzung des Einlagezinssatzes auf einen sogenannten „Negativ-Zinssatz“, auch Strafzins genannt, würde unterm Strich zu noch weniger Zinsen für die Spareinlagen führen, womöglich zu Negativ-Zinsen für Sparer oder höheren Gebühren und zu höheren Zinssätzen für Kredite (mehr hier).

Jedoch betreffen die Absichten der EZB nicht nur die Guthaben auf Sparkonten. Auch Lebensversicherungen wären betroffen. Der IWF schlägt bereits Alarm und fordert: Die Politik müsse etwas tun, um die negativen Folgen der niedrigen Zinsen für die Lebensversicherer zu dämpfen, die vor allem von hohen Garantiezinsen herrührten. Es gehe um eine fairere Aufteilung von stillen Reserven.

Nach Bekanntwerden der Pläne der EZB sind die Zinsen für Bundesanleihen in den Keller gerauscht. Für Versicherer ein schlechtes Zeichen, denn sie legen ihr Kapital zumeist in Anleihen an. In der Konsequenz bedeutet dies, dass vormalige Zinsversprechen bei Abschluss eines Vertrags, insbesondere bei Lebensversicherungen, nicht zu halten sind.

„Wurden den Kunden, die jährlich 1200 Euro in eine Police gepackt haben, kurz vor der Jahrtausendwende noch 115.000 Euro nach 30 Jahren in Aussicht gestellt, liegt der durchschnittliche Erwartungswert der Branche nach Map-Angaben aktuell gerade noch bei 59.560 Euro,“ Doch „auch dieser Wert ist mit Vorsicht zu genießen“, sagt Map-Mann Manfred Poweleit. Es handele sich um einen hochgerechneten Erwartungswert. „Sollten die Zinsen noch länger so niedrig liegen, wird die tatsächliche Auszahlung deutlich niedriger liegen“, berichtet die Welt.

Schon in der Vergangenheit mussten sich Bürger mit Lebensversicherungen mit deutlich weniger Auszahlungen zufriedengeben als in den Policen ursprünglich fixiert war.

Denn durch die Geldpolitik der EZB wurde es für die Versicherer erforderlich, immer mehr Versicherungsbedingungen zum Nachteil der Kunden zu ändern, damit die Versicherungen nicht bereits reihenweise pleitegingen (mehr hier). Die freiwillige Gewinnbeteiligung wurde schon seit langem gekürzt oder ganz gestrichen.

Bei einem Negativ-Zins drohte der finanziellen Alterssicherung der Bürger mittels Lebensversicherungen das Ende.

Das wäre glatter Diebstahl.

Daher ist es denkbar, dass die Bundesregierung mit einem Bailout – wie vom IWF angedeutet – einspringt.

Dann wäre es auch Diebstahl, allerdings in Form einer Umverteilung.

Und da ist der IWF ja der globale Experte.

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Die Rolle der internationalen Finanz-Organisation durchleuchtet DWN-Herausgeber Michael Maier in seinem neuen Buch Die Plünderung der Welt. Wie die Finanz-Eliten unsere Enteignung planen.

Dem IWF ist in dem Buch ein eigenes Kapitel gewidmet: Es zeigt, welch verheerende Auswirkungen die globale Schulden-Maschine auf die Völker der Welt hat – und warum man sie dringend stoppen muss. 

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