Vorsicht vor Windows 10: Was Nutzer von Windows 7 & 8 verlieren

Vorsicht vor Windows 10: Was Nutzer von Windows 7 & 8 verlieren

Video: Windows 10 Insider Preview – Alle Neuerungen im Detail

 

00:00 01:21

Windows 10 Insider Preview – Alle Neuerungen im Detail

Microsoft hat die vorläufigen Spezifikationen zu Windows 10 veröffentlicht – hier steht alles drin, was Sie vor der Installation der nächsten großen Betriebssystem-Version wissen müssen. Bei manchem Nutzer von Windows 7 oder Windows 8.1 dürften die Infos allerdings für eine herbe Enttäuschung sorgen: Sie werden sich von einigen liebgewonnenen Funktionen verabschieden müssen.

Umstieg von Windows 7/8.1: Update auf Windows 10 löscht Funktionen

Nein, das ist leider keine Übertreibung: Wer Windows 10 über Windows 7 installiert wird anschließend einige Funktionen einfach nicht mehr auf dem Rechner haben. Von folgende Features müssen Sie sich als Windows-7-Umsteiger verabschieden:

• Windows Media Center wird entfernt.

• DVDs lassen sich nicht mehr im Windows Media Player abspielen. Der entsprechende MPEG-2-Codec ist in Windows 10 nicht mehr enthalten.

• Die Windows 7 Desktop-Gadgets (etwa Wetter, Uhr, RSS-Reader) werden entfernt.

• Spiele wie Solitaire, Minesweeper und Hearts werden aus Windows 7 entfernt. Neuauflagen der Games lassen sich zumindest kostenlos über den Windows Store herunterladen. Aber: Dafür ist die Anmeldung an Windows über ein Online-Konto bei Microsoft erforderlich.

• Wer noch auf ein externes Floppy-Laufwerk angewiesen ist, das er via USB an den Rechner angeschlossen hat, kann das Gerät nach der Installation erst einmal nicht mehr nutzen. Er muss sich beim Hardware-Hersteller erst einen entsprechenden Windows-10-Treiber besorgen – falls dieser einen bereitstellt.

• Antiviren- und Antimalware-Software
Windows 10 löscht beim Upgrade von einer früheren Vesion Antimalware-Programme von Drittanbietern und installierte diese nach vollzogenem Update in der neuesten Version neu. Im Anschluss überprüft es die Lizenz für die Sicherheitssoftware: Sollte das Abo abgelaufen sein, läuft die Antiviren-Software nicht mehr, solange der Nutzer keine neue Jahreslizenz kauft. Windows aktiviert so lange die integrierte Antiviren-Lösung Windows Defender.

• Windows 10 Home Nutzer können die automatischen Updates über Windows Update künftig nicht mehr deaktivieren. Im Sinne der Sicherheit ist diese Maßnahme zwar sinnvoll – Nutzer, die auf ein stabiles System angewiesen sind und daher lieber etwas mit der Installation neuer Patches warten, haben im Falle eines defekten Patches aber möglicherweise ein Problem.

• Die Frage einer weiteren Einschränkung kann derzeit noch nicht abschließend beantwortet werden: Aussagen von Microsoft-Verantwortlichen in der Vergangenheit zufolge ist eine Windows-10-Lizenz an die Hardware gekoppelt, auf der es aktiviert wurde. Dabei stellt sich jedoch die Frage: Kann man im Falle eines Hardware-Wechsels – etwa eines Mainboard-Tausches – Windows 10 erneut aktivieren?

Im Microsoft-Forum verwiesen Support-Mitarbeiter diesbezüglich auf mangelnde Infos. Uns stellt sich dabei noch eine weitere Frage: Sollte die erneute Aktvierung nicht möglich sein – besteht überhaupt die Möglichkeit, wieder zurück zum ungebundenen Windows 7 zu wechseln? Die Beantwortung dieser Fragen könnte bei vielen Windows-10-Interessenten den Auschlag für einen Verzicht auf das neue System geben.  (nh)